Krisentelefon Zwangsheirat

Das Niedersächsische Krisentelefon GEGEN Zwangsheirat

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  0800 0667 888 (kostenlos)

 

Kein Mädchen, keine Frau darf zur Heirat gezwungen werden! Rat und Informationen gibt es für betroffene Mädchen und Frauen unter der vertraulichen Telefonnummer 0800 0667888 oder E-Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Mädchen und Frauen, die von einer Zwangsheirat bedroht sind oder in einer Zwangsehe leben, können sich in Niedersachsen beim Krisentelefon GEGEN Zwangsheirat Rat holen und informieren.

Auch Freundinnen, Lehrkräfte, MitarbeiterInnen von Behörden oder Beratungsstellen haben mit dem Krisentelefon gegen Zwangsheirat eine Anlaufstelle, bei der sie sich landesweit zu Fragen und Problemen sachkundig informieren und austauschen können.

Sie können sich aus eigener Initiative telefonisch oder persönlich direkt in der Beratungsstelle melden. Die Beratung ist auf Wunsch anonym.

 

0800 0667 888 (kostenlos)

 

Der Flyer für ein selbstbestimmtes Leben ohne Zwangsheirat, kann in den Sprachen

krisentelefonposterDeutsch-Türkisch

Deutsch-Kurdisch und

Deutsch-Arabisch heruntergeladen werden.

 

Das Krisentelefon Zwangsheirat ist wie folgt zu erreichen:

Rat und Information unter der vertraulichen Telefonnummer:

0800/ 066 78 88 (Anruf kostenlos)

oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Verhinderung von Zwangsehen - Eine Handlungsempfehlung für Fachleute

Diese Handlungsempfehlungen richten sich an Fachleute, die im beruflichen Kontext mit drohender Zwangsverheiratung bzw. Zwangsehe zu tun haben. Um den Umgang mit dieser sensiblen Materie und den davon betroffenen Menschen zu erleichtern und um durch die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Behörden - wie Jugendämtern, Familiengerichten, Schulen, Sozial- und Ausländerbehörden - zu deren Entlastung beizutragen, wurden vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit sowie vom Niedersächsischen Justizministerium nachfolgende Hinweise herausgegeben.

Dieser Hilfsleitfaden kann hier heruntergeladen werden.

Häusliche Gewalt

Gewalt gegen Frauen war lange ein Tabuthema. Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen bieten seit den 70er Jahren für misshandelte Frauen und ihre Kinder eine Zuflucht. Mädchen und junge Frauen finden nach Gewalterfahrungen einen Ausweg durch Beratung in Beratungsstellen oder Mädchenhäusern.
Durch das Gewaltschutzgesetz werden Personen, die von ihren Lebenspartnern misshandelt werden, schnell und effektiv geschützt. Gewalttätige Männer müssen damit rechnen, aus der gemeinsamen Wohnung verwiesen zu werden, betroffene Frauen und ihre Kinder erhalten verbesserte Unterstützungsangebote. Fachkräfte aus sozialer Arbeit, Polizei, Justiz und kommunalen Einrichtungen arbeiten intensiv zusammen.

Das Gewaltschutzgesetz

Das am 1.1.2002 in Kraft getretene Gewaltschutzgesetz (genauer: das Gesetz zur Verbesserung des zivilgerichtlichen Schutzes bei Gewalttaten und Nachstellungen sowie zur Erleichterung der Überlassung der Ehewohnung bei Trennung - GewSchG) schafft eine klare Rechtsgrundlage: "Wer schlägt, muss gehen".

Misshandelte Frauen und ihre Kinder können in der - ehemals - gemeinsam genutzten Wohnung bleiben und der Gewalttäter ist derjenige, der gehen muss.

Außerdem können für Opfer von Gewalt Schutzanordnungen - wie beispielsweise Annäherungs- und Kontaktverbote - ausgesprochen werden.

Was regelt das Gewaltschutzgesetz im Einzelnen:

• § 2 GewSchG gibt einen gesetzlichen Anspruch für eine Zuweisung der Wohnung. Im Fall einer vorsätzlichen und widerrechtlichen Verletzung von Körper, Gesundheit oder Freiheit sowie unter bestimmten Voraussetzungen in Fall einer Drohung mit einer solchen Verletzung kann das Gericht der Verletzen die Wohnung zuweisen. Die Geltendmachung dieses Anspruchs ist - und das ist das Neue - unabhängig davon, ob die Partner verheiratet sind oder nicht. Auch ein Eigentümer oder Alleinmieter, der gewalttätig ist, kann der Wohnung verwiesen werden.

• Stehen der verletzten Person, der die Wohnung zu überlassen ist, keine sonstigen Rechte an der Wohnung zu, ist die Überlassung auf maximal sechs Monate zu befristen; ist es der Verletzten nicht möglich, innerhalb der vom Gericht bestimmten Zeitspanne angemessenen Wohnraum zu finden, kann die Frist um maximal sechs weitere Monate verlängert werden. Ist die verletzte Person Eigentümerin oder Alleinmieterin der Wohnung, dann ist diese Nutzungszuweisung eine Dauerlösung.

• In § 1 GewSchG wird eine Regelung für zivilrechtliche Schutzanordnungen geschaffen. Das Gericht kann die zur Abwendung weiterer Verletzungen erforderlichen Maßnamen treffen und kann dem Täter insbesondere Aufenthalts-, Kontakt und Näherungsverbote auferlegen. Damit kann die Wohnungszuweisung abgesichert werden, indem z.B. eine Rückkehr in die Wohnung untersagt wird oder eine Bannmeile um die Arbeitsstätte festgelegt wird.

• Das Gericht kann insbesondere anordnen, dass der Täter es unterlässt,

1. die Wohnung der verletzten Person zu betreten,

2. sich in einem bestimmten Umkreis der Wohnung der verletzten Person aufzuhalten,
3. zu bestimmende andere Orte aufzusuchen, an denen sich die verletzte Person regelmäßig aufhält,

4. Verbindung zur verletzten Person, auch unter Verwendung von Fernkommunikationsmitteln, aufzunehmen,

5. Zusammentreffen mit der verletzten Person herbeizuführen.

• Diese Anordnungen sind auch dann hilfreich, wenn die Opfer schon getrennt leben oder es sich um Verfolgungen und Nachstellungen durch Fremde handelt - also die Fälle des sog. Stalking. Die Bezeichnung Stalking kommt aus der englischen Jägersprache und bedeutet, sich an eine Beute heranpirschen. Wie ein Jäger sammelt ein Stalker alle Informationen über sein Opfer, um es jede Zeit stellen zu können. Unter den Stalking-Opfern befinden sich nicht nicht nur Prominente aus dem Show-Geschäft. Häufig sind auch Privatpersonen betroffen, die von früheren Beziehungspartnern oder -partnerinnen, Bekannten oder Fremden verfolgt werden. Es gibt wissenschaftliche Nachweise dafür, dass insbesondere Täter häuslicher Gewalt nach einer Trennung zur "Methode" des Stalking greifen. Das Gewaltschutzgesetz bietet also auch schon länger getrennt Lebenden und den Opfern von Stalking durch Fremde entsprechenden Schutz.

• § 4 GewSchG stellt die Zuwiderhandlung gegen eine Schutzanordnung unter Strafe.

• Alle Verfahren, bei denen die Beteiligten in einem auf Dauer angelegten gemeinsamen Haushalt leben oder bis zu sechs Monaten vor der Antragstellung gelebt haben - d.h. auch diejenigen der nicht-ehelichen Lebensgemeinschaften - werden den Familiengerichten zugewiesen.

• Alle diese Anordnungen können im sog. einstweiligen Rechtsschutz, d.h. in einem schnellen und effektiven Verfahren beantragt werden.

 

Beratung und Unterstützungsangebote vor Ort

www.stadtteilarbeit-haus-der-kulutren-ohz.de / Beratungsstellen

Familienkompass der Stadt Osterholz-Scharmbeck

Wie geht es weiter? Die Polizei war da, der Täter hat die Wohnung verlassen und ich bin erst einmal in Sicherheit. Doch das ist für manche Frauen erst der Anfang. Nun stehen viele Dinge an. Eine begleitende Beratung kann eine Hilfe dabei sein, Schritt für Schritt vorzugehen. Hier erhalten Frauen Informationen über ihre Rechte und Möglichkeiten und finden Verständnis und Unterstützung dabei, das Erlebte auch emotional zu verarbeiten. Je nach Auslastung der Beratungseinrichtung müssen Frauen mit Wartezeiten rechnen.

Polizei

In akuten Notfällen die Polizei über den Notruf 110 informieren, um Hilfe zu erhalten.

Gewaltschutzzentrum des Landkreises Osterholz

www.landkreis-osterholz.de

Der Landkreis Osterholz betreibt ein eigenes Gewaltschutzzentrum für Frauen und Kinder.

Bei dringenden Beratungsbedarfen steht die Notrufnummer 04791 965813 zur Verfügung.

Das Beratungsspektrum reicht von akuter Krisenintervention über die Einzelberatung bis zu längerfristigen Gruppenberatungen. Die Angebote umfassen im Akutfall auch die Aufnahme in einer Schutzwohnung. Sie sind kostenlos, die Mitarbeiterinnen unterliegen der Schweigepflicht.

Teichstraße 16

27711 Osterholz-Scharmbeck

Tel.: 04791 / 965811

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Sprechzeiten: Mo-Fr 09.00 bis 11.00 Uhr und Di und Do 16.00 bis 18.00 Uhr

Weitere Beratungsstellen in Osterholz-Scharmbeck

Eltern- und Jugendberatung des Diakonischen Werkes

www.diakonisches-werk-ohz.de

Kirchenstraße 5
27711 Osterholz-Scharmbeck
Tel.: 04791 / 80680

 

Familien- und Erziehungsberatung im Kreisjugendamt

www.landkreis-osterholz.de

Osterholzer Straße 23
27711 Osterholz-Scharmbeck
Tel.: 04791 / 930284

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

SOS-Beratungsstelle des SOS-Kinderdorf e.V.

www.sos-kinderdorf.de

Die SOS-Beratungsstelle bietet Kindern/Jugendlichen über die Homepage Hilfe und Unterstützung an, damit sie aus schwierigen Situationen einen Ausweg finden und gemeinsame Lösungen für Probleme finden bei Probleme im Freundeskreis, mit den Eltern, Geschwistern oder in der Schule.

SOS – Beratungsstelle
Hinter der Wurth 1
27711 Osterholz-Scharmbeck
Tel.: 04791 / 96310

Täter-Opfer-Ausgleich des Diakonischen Werkes in Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe des Landkreises Osterholz

Kirchenstraße 5
27711 Osterholz-Scharmbeck
Tel.: 04791 / 93 05 39

Ein Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) ist ein Weg, um nach einer Jugendstraftat (z.B. nach einer Körperverletzung) einen Tatausgleich (z.B. Schmerzensgeld) bzw. eine Konfliktschlichtung (z.B. Entschuldigung) zwischen dem Täter und dem Opfer zu erreichen. Der gesamte Ausgleich wird von unparteiischen Vermittlern begleitet. Die Teilnahme am TOA ist freiwillig.

Weißer Ring

Der Weiße Ring hilft Opfern von Straftaten schnell und unbürokratisch durch menschlichen Beistand, Hilfestellung im Umgang mit den Behörden, Hilfen in Notlagen sowie Begleitung zu Gerichtsterminen.

Vor dem Raden 13
27711 Osterholz-Scharmbeck
Tel.: 04795 / 953845

Weitere Informationen auch unter:

www.wer-schlaegt-muss-gehen.de

die Homepage mit kompakten Informationen über das Gewaltschutzgesetz, den niedersächsischen Aktionsplan zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, Adressen von Schutz- und Hilfeeinrichtungen in Niedersachsen sowie Hinweise auf weitere Angebote und Aktivitäten gegen häusliche Gewalt.

Das Kinderschutz-Portal

www.kinderschutz-niedersachsen.de

Im Kinderschutz-Portal finden Sie ausgewählte schulische Präventionsprojekte für die praktische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Eltern- und Jugendberatung

www.bke.de

Die Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) bietet professionelle Beratungsangebote über das Internet an. Die Online-Beratung ist wie die Beratung in den Erziehungs- und Familienberatungsstellen kostenfrei.

Eltern – Notruf

www.insm-info.de

Der Internet-Notruf Deutschland e.V. bietet kostenlose anonyme Beratungen für Eltern durch ausgebildete Fachkräfte zu den Problembereichen: Gewalt, Mobbing, Selbstmord, Sucht, Depression, Angst, Selbstverletzung, Erpressung, Missbrauch, Misshandlung, Vergewaltigung, sexuelle Belästigung. Das Online-Angebot beinhaltet außerdem Adressen von Beratungsstellen und Informationen über spezielle Fachthemen.

Elterntelefon

www.elterntelefon.de

Greif zum Telefon – nicht zum Kind

Internetportal des Deutschen Kinderschutzbundes - Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendtelefon e.V.

Tel.: 0800 111 0 550
Montag und Mittwoch 9.00 Uhr – 11.00 Uhr
Dienstag und Donnerstag 17.00 Uhr – 19.00 Uhr


Frauennotruf Bremen

www.frauennotruf-bremen.de

Psychologische Beratungsstelle des notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen

Am Barkhof 32
Bremen
Tel.: (0421) 151 81


Mädchenhaus Bremen e.V.

www.maedchenhaus-bremen.de

Traurig sein und sich alleine fühlen. Albträume, Angst, Wut und Frust. Es gibt unzählige Gründe, warum es manchmal helfen kann mit jemandem zu reden.

Rembertistraße 32
28203 Bremen
Tel.: 0421 / 3365444
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Die ONLINE Beratung für Mädchen

www.hilfe-fuer-maedchen.de

 

Stalking – Opfer - Notruf

www.opfer-notruf.at/info/Stalking.html

Stalking – Opfer - Notruf 0800 112112

Der Begriff „Stalking" bezeichnet eine Reihe von Handlungen, die nunmehr strafrechtlich verboten sind. Im Grunde genommen ist Stalking nichts anderes als „Psychoterror", der im Strafgesetzbuch als „Beharrliche Verfolgung" bezeichnet wird.

Unter Strafe gestellt wurden diese Handlungen, weil Opfer, die über eine längere Zeit hinweg von einer Person verfolgt oder belästigt wurden, mit dem Gefühl der Unsicherheit, der Angst oder gar mit Panik und gesundheitlichen Schäden reagierten.

Schattenriss e.V.

www.schattenriss.de

Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen in Bremen

Waltjenstraße 140
28237 Bremen
Tel.: 0421 / 61788
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Zivilcourage Niedersachsen

http://zivilcourage.niedersachsen.de

Für ein Miteinander in unserer Gesellschaft ist es wichtig, sich sicher zu fühlen und Verantwortung auch für andere Menschen zu zeigen und zu übernehmen. Dieser Grundsatz gilt nicht nur in der eigenen Familie oder im persönlichen Umfeld. Vielmehr muss diese Handlungsmaxime Einzug in unsere Gesellschaft halten.

Niedersächsisches Krisentelefon GEGEN Zwangsheirat

Tel.: 0800 0667 888 (kostenlos)

Offene Sprechstunde
Montag bis Donnerstag 9:00 bis 16:00 Uhr
Freitag 9:00 bis 13:00 Uhr
Fax: 0511 / 1237722

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