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Einladung zum „Winter-Lichterfest im Stadtteil“ am 13.12.2018

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von 15.00 bis 18.00 Uhr im Stadtteilhaus „Haus der Kulturen OHZ“
in der Beethovenstraße 15 in Osterholz-Scharmbeck

 

INHALT

06.12.2018 - Workshop „Das Asylverfahren und Wege zu einem Bleiberecht“
Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.
07.12.2018 - "Internationales Frauenfrühstück" mit Elfie Gantzkow
„Rücken QiGong – Arbeit mit Energie – Energiearbeit!“
11.01.2019 - "Internationalen Neujahrs-Frauenfrühstück"
BILDER vom 02.11.2018 „Internationales Frauenfrühstück“ mit Maja Langsdorff
„Kleiner Igel – was nun?“
12.12.2018 - Fertigstellung des 1. Bauabschnitts in der Mozartstraße
13.12.2018 – „Winter-Lichterfest im Stadtteil“ im Haus der Kulturen
BILDER vom 25.10.2018 - „Trödelmarkt im Haus der KULTUREN“
BILDER vom 08.11.2018 – „Gedenkkonzert mit Sibylle Kynast & Weltmusik-Ensemble“
im Haus der Kulturen
BILDER vom 14.11.2018 – „Ehrenamts-Treffen“ im Haus der Kulturen
25.11.2018 - Der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“ mit Bild
Presse „100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland“
BILDER vom 29.10.2018 „Halloweenfeier für Kids“ im Haus der Kulturen
BILDER vom 19.11.2018 – „Bundesweiter Vorlesetag für Kinder“ im Haus der Kulturen
„Ich fotografiere meinen Stadtteil“
2018 - HIPPY-Gruppentreffen im Haus der Kulturen
2018 - ElternCafé Osterholz-Scharmbeck im Haus der Kulturen - Angebote 2. Jahreshälfte
2018 - Bildungsmaßnahme „Deutschspracherwerb für Geflüchtete“ im Haus der Kulturen
Übersicht: Sprache lernen-Angebote in der 2. Jahreshälfte 2018
2018 - Offenes Café im Haus der Kulturen
2018 - „Schulranzen Aktion 2018“ im Haus der Kulturen
2018 - Freiwillig und gemeinnützig im Haus & Garten der Kulturen 2018
Nds. ESF-Programm FIFA - Ausgewählte Projekte des 7. Aufrufs
Allgemeines

Einladung zum Workshop „Das Asylverfahren und Wege zu einem Bleiberecht“ Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. am 06.12.2018

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Geflüchtete Menschen sind herzlich eingeladen, an dem Workshop „Das Asylverfahren und Wege zu einem Bleiberecht“ mit Dörthe Hinz vom Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. am Donnerstag, den 06.12.2018, in der Zeit von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Stadtteilhaus „Haus der Kulturen Osterholz-Scharmbeck“, Beethovenstraße 15, 27711 Osterholz- Scharmbeck teilzunehmen.

Der Workshop „Das Asylverfahren und Wege zu einem Bleiberecht“ wird geflüchteten Menschen einen Einblick in das „Asylsystem in Deutschland“ geben. In dem Workshop wird erklärt, welche Rechte und Möglichkeiten Asylbeantragende haben und wie es sich allgemein mit dem Bleiberecht in Deutschland verhält. Vor allem junge Menschen haben auch nach einer Ablehnung des Asylantrags noch gute Chancen, um in Deutschland bleiben zu können. Diese Themen werden angesprochen:

1. Das Asylverfahren beginnt

  • Welche Schutzformen gibt es im Asylverfahren?
  • Welche Rechte haben Asylbeantragende?
  • Was muss im Asylverfahren beachtet werden?

2. Ablehnung des Asylantrages- und dann?

  • Welche rechtlichen Möglichkeiten hat ein Asylsuchender bei Ablehnung des Asylantrages?
  • Welche Rechte hat der Asylsuchende?
  • Was passiert im gerichtlichen Klageverfahren?
  • Welche Chancen eröffnen sich durch ein gerichtliches Klageverfahren?

3. Andere Wege zu einem Bleiberecht

  • Welche rechtlichen Möglichkeiten gibt es neben dem Asylverfahren noch, um in Deutschland bleiben zu können?
  • Inwieweit eröffnet eine Ausbildung die Möglichkeit, in Deutschland bleiben zu können?

Nach dem Workshop wird in Gesprächen eine persönliche Beratung angeboten.

Kontakt und Anmeldung:
Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte Karin Wilke
Tel.: 04791/17353, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Mitarbeiterinnen vom Haus der Kulturen, Tel.: 04791 / 8079728

apfelThema vom "Internationalen Frauenfrühstück" am 07.12.2018 ist „Rücken QiGong – Arbeit mit Energie – Energiearbeit!“

rueckenchiBeim Internationalen Frauenfrühstück am Freitag, den 07.12.2018, in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr stellt die Physiotherapeutin und Rücken QiGong-Lehrerin Elfie Gantzkow im Haus der Kulturen „Rücken QiGong – Arbeit mit Energie – Energiearbeit!“ mit praktischen Tipps vor.

Rücken QiGong ist eine Verschmelzung von authentischen daoistischen Gesundheitsübungen des alten China und ihrer westlichen Aufbereitung. Da Rücken QiGong aus traditionellen QiGong- Übungen besteht, wirken sie immer zuerst ganzheitlich.

Rücken QiGong löst Anspannung und entstresst:

- lässt neue Energie tanken, indem der Fluss neuer Lebensenergie erschlossen wird
- Atemübungen fördern die Wahrnehmung, auch des eigenen Körpers
- Sanfte ruhige Bewegungen entspannen Körper, Geist und Seele
- Hilft auch hervorragend bei innerer Unruhe und Nervosität.

„Die Beweglichkeit der Wirbelsäule bestimmt das wahre Alter des Menschen.“ Chin.Sprichwort Zum Internationalen Frühstück treffen sich 1 x monatlich Menschen aus aller Welt am Freitag von 10:00 bis 12:00 Uhr im Haus der Kulturen. Der Eigenbeitrag beträgt 3,-€. Um eine Voranmeldung im Haus der Kulturen unter der Tel.: 04791/8079728 oder 04791/17353 bzw. per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wird gebeten.

Kontakt und Anmeldung:
Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte Karin Wilke
Tel.: 04791/17353, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Mitarbeiterinnen vom Haus der Kulturen
Tel.: 04791/8079728

apfelEinladung zum "Internationalen Neujahrs-Frauenfrühstück" am 11.01.2019


Das „Internationale Neujahrs-Frauenfrühstück“ findet am Freitag, den 11.01.2019, in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr im Haus der Kulturen statt. Sie sind herzlich eingeladen!

Kontakt und Anmeldung:
Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte Karin Wilke
Tel.: 04791/17353, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Mitarbeiterinnen vom Haus der Kulturen
Tel.: 04791/8079728

apfelBilder vom "Internationalen Frauenfrühstück" am 02.11.2018
mit Maja Langsdorff "Kleiner Igel – was nun?"

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BILDER vom Trödelmarkt am 25.10.2018 im Haus der Kulturen

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Einladung zum „Winter-Lichterfest im Stadtteil“ am 13.12.2018

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Am Donnerstag, den 13.12.2018, wird das diesjährige „Winter-Lichterfest im Stadtteil“ in der Zeit von 15.00 bis 18.00 Uhr im Haus der Kulturen stattfinden.

lichterfest2018Freuen können sich die Gäste auf eine besinnliche Zeit mit internationalen Klängen und einem internationalen Kuchenbuffet sowie auf einen Austausch untereinander. Herzlich eingeladen sind alle, die Spaß daran haben, diesen Nachmittag gemeinsam zu verbringen!

Für die Kinder hat der Zauberer Friedrich einige Überraschungen dabei. Internationale Klänge sowie Gebackenes aus aller Welt werden die Gäste auf die besinnliche Zeit mit den bevorstehenden Weihnachtsfeiertagen und der Jahreswende einstimmen. Einheimische und Zugewanderte haben Gelegenheit, sich näher kennenzulernen.

Kontakt:
Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte Karin Wilke
Tel.: 04791/17353; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Mitarbeiterinnen vom Haus der Kulturen
Tel.: 04791/8079728

BILDER vom Gedenkkonzert mit Sibylle Kynast & Weltmusik-Ensemble am 08.11.2018 im Haus der Kulturen

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Sibylle Kynast konnte es mit ihrem Ensemble ermöglichen, zu dem Gedenkkonzert zum 09. November am 08.11.2018 ins Haus der Kulturen zu kommen – zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht.

In einer Zeit, in der rechtsradikale Sprüche augenscheinlich wieder gesellschaftsfähig werden, Menschen auf die Straße gehen und lautstark gegen Minderheiten – ausländische und jüdische Mitmenschen, hetzen, ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass jeder Mensch – unabhängig von Herkunft und Religion nach unserem Grundgesetz ein Recht auf Menschenwürde und Wertschätzung besitzt. Was vor 80 Jahren den Menschen jüdischen Glaubens angetan wurde, darf nie wieder geschehen.

Der NDR beteiligt sich in diesem Jahr an der Erinnerung an die Pogromnacht in Niedersachsen und weist auf die Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten hin, die in Zusammenarbeit mit Geschichtsstudenten der Leibnitz Universität Hannover eine neue Webseite erarbeitet hat, die an die Reichspogromnacht in Niedersachsen erinnern soll. Auf dieser Webseite lässt sich auch öffnen, was in der Reichspogromnacht in der Stadt Osterholz-Scharmbeck geschehen ist.

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/80-Jahrestag-Reichspogromnacht-in-Niedersachsen,reichspogromnacht104.html

Es traf bis dahin angesehene jüdische Bürger, u.a. Ärzte, Geschäftsleute oder Handwerker. Ihre Wohn- und Geschäftshäuser wurden verwüstet, die Synagoge in der Bahnhofstraße in Brand gesteckt. Die Schicksale dieser Menschen werden dort beschrieben mit Demütigung, Vertreibung und fast vollständiger Vertreibung in den Jahre 1933 bis 1945.

Nur einer, Wilhelm Aron, kehrte nach diesen Ereignissen an seinen Heimatort zurück und half nach Kriegsende beim Wiederaufbau der örtlichen Infrastruktur.

Der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog sagte im Mai 1997 „Das meiste Unrecht beginnt im Kleinen – und da lässt es sich mit Mut und Zivilcourage noch bekämpfen.“ Bedeutend ist es, sich fortführend mit diesem Kapital unserer Heimat auseinanderzusetzen, auch wenn die Reichspogromnacht fast ein ganzes Menschenleben zurückliegt.

Die musikalische Darbietung von Sibylle Kynast mit Folklore aus der ganzen Welt steht für eine weltumspannende Verbundenheit, die Brücken schlägt. In den Liedern geht es um Liebe, Angst und Trauer, Lebensfreude und Lebensereignisse, Glücksgefühle sowie den Drang nach Freiheit und Gemeinschaft. „Wir sprechen uns für ein friedvolles Miteinander aus.“

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NDR - 80. Jahrestag: Reichspogromnacht in Niedersachsen

KamerasymbolBilder vom „Gedenkkonzert“ im Haus der Kulturen“ am 08.11.2018

BILDER vom Ehrenamts-Treffen am 14.11.2018 im Haus der Kulturen

ehrenamt 2018Kamerasymbol  Bildergalerie

Der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“ ist am 25. November

freileben2017Rund um den 25.November, dem Internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“, setzt der Menschenechte für die Frau e.V. TERRE DES FEMMES mit der Fahne „Frei leben – ohne Gewalt“ seit 2001 ein weithin sichtbares Zeichen gegen tägliche Gewalt an Frauen.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Osterholz-Scharmbeck Karin Wilke beteiligt sich auch in 2018 an der Fahnenaktion und zeigte rund um den 25. November Flagge „Frei leben – ohne Gewalt“ vor dem Osterholz-Scharmbecker Rathaus. Um das „Schweigen zu brechen“ steht im Rathausfoyer ein Thementisch mit Informationen bereit. Der Infostand soll Frauen Mut machen, aus der Opferspirale herauszutreten und konkrete Hilfe zu nutzen. Erreicht werden soll damit ebenso eine breite Öffentlichkeit, um für das Thema zu sensibilisieren, Hilfsangebote aufzuzeigen, Zivilcourage zu fördern und präventive Angebote darzustellen.

Gewalt gegen Frauen ist ein gravierendes Problem in Deutschland. Rund 35 Prozent aller Frauen sind mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexueller Gewalt betroffen – so das Ergebnis einer Untersuchung der Europäischen Grundrechteagentur von 2014. Doch nur circa 20 Prozent dieser Frauen nutzen die bestehenden Beratungs- und Unterstützungseinrichtungen. Um der Gewalt zu entkommen ist es bedeutend, für betroffene Frauen Hilfestrukturen vor Ort zu stärken, die langfristig tragen.

Allgemein bezeichnet die WHO Gewalt gegen Frauen als eines der größten Gesundheitsrisiken weltweit. Nach aktuellen Untersuchungen hat jede vierte Frau im Alter von 16 bis 85 Jahren im Verlauf ihres Lebens mindestens einmal körperliche und / oder sexuelle Übergriffe durch einen Beziehungspartner erlebt. Nach einer aktuellen vom BMFSFJ in Auftrag gegebenen Studie „Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen“ des IFF der Universität Bielefeld ist Gewalt gegen Frauen kein Problem sozialer Brennpunkte, sondern findet in allen gesellschaftlichen Schichten statt. Die Studie benennt gewaltsame Kindheitserfahrungen – als Opfer oder auch als Zeuginnen elterlicher Gewalt – als den stärksten Prädikator für die Betroffenheit von Frauen durch schwere Gewalt im späteren Erwachsenenalter. Ebenso zeigt die Studie eindringlich auf, welche Frauen vom Hilfesystem erreicht werden, wo aber auch noch Lücken bestehen. Sie fordert eine Öffentlichkeitsarbeit, die die Vielfalt von betroffenen Frauen im Blick hat, sowie eine Sensibilisierung der Gesellschaft zur Entstigmatisierung.

Mit kreativen Ideen, sozialem Engagement und individuellen Aktionen tragen engagierte Menschen, Kommunen, Organisationen und Unternehmen zur Bekanntmachung von Beratungsangeboten bei – und helfen von Gewalt betroffenen Frauen, einen Weg aus der Gewalt zu finden. Am 25. November, dem „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“ gilt es ein Statement gegen Gewalt an Frauen zu setzen und zu zeigen, dass es Wege aus der Gewalt gibt:

Ein lokales Aktionsbündnis der Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Osterholz nimmt es sprichwörtlich und macht mit bedruckten Brötchentüten auf das Problem häuslicher Gewalt „Gewalt kommt nicht in die Tüte!“ mit der Telefonnummer 08000 / 116016 des Bundesweites Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen aufmerksam. Rund um den „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2018“ werden landkreisweit zahlreiche Brötchentüten von den Bäckereien im Kreisgebiet verteilt.

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Kontakt:
Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte Karin Wilke
Tel.: 04791/17353; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Presse vom 23.11.2018 „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ – Bäckereien am Aktionstag beteiligt

Anlässlich des Internationalen Tags "Nein zu Gewalt an Frauen!" werden am Sonntag, 25. November, wieder die Fahnen der Organisation Terre des Femmes vor den Rathäusern wehen. Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Katja Lipka, startet mit ihren Kolleginnen aus dem Kommunen darüber hinaus erstmalig eine besondere Brötchentüten- Aktion. In Kooperation mit Bäckereien aus dem Kreisgebiet werde dabei "ein deutliches Zeichen für ein selbstbestimmtes Leben aller Frauen" gesetzt, teilt Lipka mit.

Die Aktionstüten, die ab 25. November bei jedem Brötchenkauf in Umlauf gebracht werden, sind mit dem Slogan bedruckt „Gewalt kommt nicht in die Tüte“; darunter steht die bundesweite Hilfetelefonnummer 0 80 00 / 11 60 16. An der Aktion beteiligt sind: Bäckerei Behrens, Bäckerei Czech, Bäckerei Rolf, Bäckerei Schilling, Worpsweder Landbäckerei, Bäckerei Marquardt, Bäckerei Beckmann, Filmpalast Schwanewede, Bäckerei Schäfer im Marktkauf sowie Bäckerei Sammann. Lipka bedankte sich im Namen der Gleichstellungsbeauftragten bei den teilnehmenden Betrieben mit den Worten: „Es ist toll, wie unser Engagement hier in der Region Unterstützung findet."

Der Gedenktag gegen die Verletzung von Frauenrechten ist seit 1990 von den Vereinten Nationen offiziell anerkannt. Er geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik am 25. November 1960, die als Aktivistinnen den Dikatator Trujillo bekämpft hatten. Mit der Fahnenaktion "Frei leben ohne Gewalt" macht Terre des Femmes seit mittlerweile 17 Jahren alljährlich am 25. November auf Gewalt an Mädchen und Frauen aufmerksam. Katja Lipka weist in ihrer Pressemitteilung darauf hin, dass die Gewaltschutzberatungsstelle des Landkreises Osterholz unter der Rufnummer 04791/9302685 erreichbar sei.

Kontakt:
Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte Karin Wilke
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Presse / November 2018 „100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland“

100 JahreDer Anzeiger besuchte Karin Wilke, Gleichstellungsbeauftragte im Rathaus der Stadt Osterholz-Scharmbeck, anlässlich eines historischen Jubiläums in der deutschen Geschichte: 100 Jahre Frauenwahlrecht. Der 12. November 1918 gilt als Geburtsstunde des Frauenwahlrechts in Deutschland. Der Weg dorthin war lang. Das Frauenstimmrecht wurde von Akteurinnen verschiedener Flügel der Frauenbewegung seit Mitte des 19. Jahrhunderts erstritten und erkämpft. „Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen“, sagte Karin Wilke zu Beginn des Gesprächs.

Könnte das der Grund sein dafür, dass sich so wenig Frauen und Männer für diesen Meilenstein in der Geschichte der Demokratie in Deutschland und Grundlage für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern interessieren? Hart erkämpftes Recht „Das Frauenwahlrecht, das uns heute so selbstverständlich ist, musste sich gegen viele Vorurteile von Männern und auch Frauen durchsetzen.“

Wilke ging zurück auf die Zeit der März-Revolution 1848, die sich gegen die Fürstenherrschaft und Adelvormacht richtete. In dieser Aufbruchsstimmung forderten die Frauen, organisiert in frisch gegründeten demokratischen Frauenvereinen, politische Mitsprache. „Die Teilnahme der Frau an den Interessen des Staates ist nicht ein Recht, sondern eine Pflicht“, hatte die damals aktive Schriftstellerin Louise Otto geschrieben.

Die Veröffentlichung ihrer Frauen-Zeitung wurde bald nach dem ersten Erscheinen verboten, denn Frauen war die Herausgabe von Zeitungen schlicht untersagt. Doch der Stein war ins Rollen gebracht, Vereine zur Förderung von Berufs- und Erwerbstätigkeit oder Bildung von Frauen wurden gegründet, die Forderungen nach Stimmrecht und Ausbildung zum Lehrberuf und Zulassung an den Universitäten für Frauen wurden lauter. Doch das Bürgerliche Gesetzbuch las sich 1900 für Ehefrauen immer noch schräg: „Der Ehemann hat das Entscheidungsrecht in allen das gemeinschaftliche Leben betreffenden Angelegenheiten“, was übrigens bis 1953 so galt.

„Der Ehemann kann einen Arbeitsvertrag der Ehefrau fristlos kündigen“ und „verfügt über das Verwaltungs-und Nutznießungsrecht am Vermögen der Frau, es sei denn, es war selbst erwirtschaftet“.

Auch in Erziehungsfragen galt allein der Ehemann als Entscheider. Ledige Frauen erhielten die uneingeschränkte Geschäftsfähigkeit.

„Andere Länder waren da weiter“, sagte Karin Wilke. „Australien führte bereits 1902 das Frauenwahlrecht ein, während in London 1905 die Suffragetten (die dortigen Frauenrechtlerinnen) für das gleiche noch hart kämpfen mussten. Erst 1928 erhielten sie das Wahlrecht.

“Die Beharrlichkeit der jahrelangen Forderungen und des Kampfes gegen Diskriminierung trug 1908 erste Früchte, als das neue Reichsvereinsgesetz Versammlungs-und Vereinsverbote für Frauen aufhob. Nun endlich konnten sie in ganz Deutschland politischen Vereinen oder Parteien beitreten und sogar das Wort ergreifen!

Doch wählen durften sie groteskerweise immer noch nicht. Erst mit dem Ausruf der Weimarer Republik wurde den Bürgerinnen ab 20 Jahren das aktive und passive Wahlrecht gewährt. „Bei den ersten Wahlen im Januar 1919 lag die Wahlbeteiligung der Frauen bei fast 90 Prozent, knapp zehn Prozent der gewählten Abgeordneten war weiblich.“

Der Nationalsozialismus warf auch diesen Fortschritt in der Gleichberechtigung zurück. Erst 1949 wird die Gleichberechtigung im Grundgesetz der Bundesrepublik verankert. „Die ‚Väter des Grundgesetzes‘ waren eisern gegen den Satz ‚Männer und Frauen sind gleichberechtigt‘. Aber die so genannten ‚Mütter des Grundgesetzes‘, allen voran Elisabeth Selbert setzten diesen Satz energisch nach großen Frauenprotesten im Parlamentarischen Rat durch.

Auch heute noch Unterschiede - Der Weg der deutschen Frau zur Emanzipation war steinig und mühsam, versuchte Karin Wilke zu verdeutlichen. Und auch immer noch ist das Leben einer Frau in der deutschen Gesellschaft nicht das gleiche, wie das Leben eines Mannes. Wilke gab zu bedenken, dass erst 1993 Gewalt gegen Frauen als Menschenrechtsverletzung von den Vereinten Nationen anerkannt worden war, Vergewaltigungen in der Ehe sind tatsächlich erstseit 1997 strafbar in Deutschland.

Der jährlich organisierte Equal Pay Day will an die Lohn- und Erwerbsgerechtigkeit der Geschlechter erinnern. „Das 2017 verabschiedete Entgelttransparenzgesetz wird leider so gut wie nicht eingefordert.“ Dabei müsse diese Gesellschaft offener auch über diese Themen reden: „So wächst das Miteinander, so beginnen Prozesse ihre Entwicklung. “Wer Bewegung möchte, muss sich auf den Wegmachen! Frauen, wünschte sich Wilke, sollten politisch aktiver werden und sich einbringen. „Das ist leichter gesagt als getan“, wusste Wilke auch. „Aber jeder, der Bewegung möchte, muss sich selbst auf den Weg machen.“ Ihre Aufgabe sehe sie in der Gedächtnisarbeit, in der Aufmerksammachung, „gerade in der heutigen, politisch unruhigen Zeit ist das wichtig, denn Frauenrechte sind nicht selbstverständlich. “Ein neues Familienbild, das gelebt werde, sehe sie und auch das Verändern der Rollenbilder, in denen Männer und Frauen im Haushalt selbstverständlich die Aufgaben teilen. Familie, Beruf, Gesellschaft - die Freiheit zur Gestaltung müsse es für Männer und Frauen geben. „Es ist schon eine große Herausforderung für alle, dran zu bleiben, doch es ist wichtig, dass es funktioniert.

Unter diesem Link https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/dr--franziska-giffey---der-kampf-um-mehr- frauenrechte-geht-weiter--/130610 lassen sich die Dokumentationen zu der zentralen Feier „100 Jahre Frauenwahlrecht“ mit den Reden der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und der Ministerin Dr. Franziska Giffey aufrufen.

Kontakt:
Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte Karin Wilke
Tel.: 04791/17353; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

BILDER von der „Halloweenfeier für Kids“ am 29.10.2018 im Haus der Kulturen

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BILDER vom bundesweiten Vorlesetag am 19.11.2018 im Haus der Kulturen

vorlesetagAm bundesweiten Vorlesetag (16.11.) wurde wieder in ganz Deutschland vorgelesen!

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Ich fotografiere meinen Stadtteil

stadtteilfotograf

Maile Fotos von deinen Lieblingsplatz im Stadtteil, von schönen Momenten in der Familie, vom Sommer und anderen Ereignissen

Fotografiere per Smartphone und maile das Foto an

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Stadtteilhaus „Haus der Kulturen OHZ“
Beethovenstraße 15, 27711 Osterholz-Scharmbeck
Tel. Nr.: 04791 / 8079728


Kontakt:
Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte Karin Wilke
Tel.: 04791/17353, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Mitarbeiterinnen vom Haus der Kulturen
Tel.: 04791/8079728

HIPPY-Gruppentreffen im Haus der Kulturen

Das HIPPY-Gruppentreffen findet auch im Haus der Kulturen statt. Die Hausbesucherinnen haben sich bei den Müttern/Vätern bekanntmachen können.

hippy1HIPPY unterstützt Eltern dabei, ihr Kind auf den Schuleinstieg vorzubereiten!

Die Familie ist der erste Lernort der Kinder. Bei HIPPY profitiert die gesamte Familie. Das Programm stärkt die Bindung und fördert die Kommunikation zwischen Eltern und Kind. Die Kinder werden von ihren Eltern mit HIPPY auf den Schulstart vorbereitet. Das Programm findet abwechselnd zuhause und in Gruppentreffen statt. Aus einem breiten Angebot an Themen (zum Beispiel Gesundheit, Stimmungen, Lebenswelten, Selbst- u. Fremdbild), können verschiedene Module gewählt werden. Geschulte Hausbesucher/-innen unterstützen die Übungen und Aktivitäten in der Familie mit Lern- und Spielmaterialien. Familien Können so insgesamt 12 Module in bis zu 24 Monaten durchführen. Jedes Modul besteht aus einem Buch und fünf begleitenden Heften mit zahlreichen Anregungen, die durch geometrische Formen, Schreib-, Bastel-, Haushalts- und Naturmaterialien ergänzt werden. In den regel- mäßigen Gruppentreffen tauschen sich die Familien auch über ihre Erfahrungen mit den Modulen sowie über Erziehungs- und Entwicklungsthemen aus.

hippy2HIPPY WIRKT AUF VERSCHIEDENEN EBENEN:

Hausbesucher/-innen und pädagogische Fachkräfte

- nehmen die Ressourcen der Familien wahr
- stärken die Erziehungskompetenzen der Eltern
- fördern den Bildungsprozess des Kindes
- erhalten Anregungen im Umgang mit Vielfalt

Familien/Eltern von Kindern im Alter von 4 Jahren bis zum Schulstart

- stärken ihre Erziehungskompetenzen
- knüpfen neue Kontakte im Sozialraum
- werden für die Bedürfnisse ihrer Kinder sensibilisiert
- nehmen ihre Rolle als erste Lehrer ihrer Kinder wahr

Kinder im Alter von 4 Jahren bis zum Schulstart

- werden in ihrer Entwicklung gefördert
- werden in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt
- werden auf die Schule vorbereitet.

Kontakt und Anmeldung:
Christiane Riewe Koordinatorin HIPPY/Jugendberufsagentur und Teamleitung HIPPY/
Kultur- und Sprachmittler der ProArbeit kAöR, Bahnhofstr. 36, 27711 Osterholz-Scharmbeck
Tel. 04791 930-3625, Fax 04791 930-113625
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.proarbeit-ohz.de

ElternCafé im Haus der Kulturen – Angebote 2. Jahreshälfte 2018

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Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte Karin Wilke
Tel.: 04791/17353, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Mitarbeiterinnen vom Haus der Kulturen
Tel.: 04791 / 8079728, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bildungsmaßnahme „Deutschspracherwerb für Geflüchtete“ im Haus der Kulturen

In Kooperation mit der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Nds. Nord gGmbH beginnt am 20.08.2018 ein weiterer

deutschfuerfluechtlinge Deutschsprachkurs für Geflüchtete“

für einen Einstieg in den Arbeits- oder Ausbildungsmarkt im Haus der Kulturen mit der
Dozentin Mariam Moubarak statt.

ichlerneDer Deutschsprachkurs findet statt 

  • am Montag bis Mittwoch von 08:30 bis 12:00 Uhr
  • am Donnerstag von 14:00 bis 17:30 Uhr

 

Die Zertifizierung erfolgt im Dezember 2018

Das Land Niedersachsen fördert diese Bildungsmaßnahme zum Spracherwerb mit einem Umfang von 300 Unterrichtsstunden und maximal 20 Teilnehmenden.An dieser Bildungsmaßnahme interessierte hierher geflüchtete Menschen können sich in die Liste für eine Teilnahme an dem „Deutschsprachkurs für Geflüchtete“ eintragen, die im Haus der Kulturen ausliegt.

Kontakt und Anmeldung:
Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte Karin Wilke
Tel.: 04791/17353, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Mitarbeiterinnen vom Haus der Kulturen
Tel.: 04791/8079728, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Intensiv-Deutschsprachkurs im Haus der Kulturen auf hohem Niveau zur elementaren Sprachverwendung beendet - Zertifizierung nach A1 / A2 / B1 Sprachniveau für 16 Teilnehmende am 12.07.2018:

Auf der Grundlage der Landesrichtlinie zur Förderung des Spracherwerbs von Flüchtlingen nahmen vom 15.01.2018 auf an insgesamt 20 geflüchtete Frauen und Männer aus verschiedenen und überwiegend arabischen Kulturkreisen und Sprachräumen, wie zum Beispiel Afghanistan, dem Irak oder Syrien, an einem Intensiv-Deutschsprachkurs im Haus der Kulturen teil. Einige von ihnen waren bis dahin Analphabeten.

Die Teilnehmenden erlernten in insgesamt 300 Unterrichtstunden mit den mehrsprachigen Dozenten Mariam Moubarak und Hassan Kanzo (aus dem Libanon) die deutsche Sprache. Am 28.06.2018 nahmen sie an einer Deutsch-Sprachprüfung nach dem Europäischen Referenzrahmen mit dem Sprachniveau nach A1, A2 oder B1 zur elementaren Sprachverwendung teil.

Insgesamt 16 Teilnehmende unterzogen sich der Sprachprüfung und bestanden die ganztägige Prozedur, die sich in einen theoretischen Teil am Vormittag und einen mündlichen Teil am Nachmittag aufgliederte. Zum Kursabschluss wurde Ihnen nach Auswertung der Ergebnisse am 12.07.2018 von den externen zertifizierten Sprachprüfern Ismail Dipcin und Alicja Ulrich Deutschsprach-Zertifikate nach A1, A2 oder B1 überreicht. Drei Teilnehmende erlangten A1 Sprachniveau, acht Teilnehmende erlangten A2 Sprachniveau und fünf Teilnehmende erlangten B1 Sprachniveau.

Da der Erwerb von Deutschsprachkenntnissen für eine erfolgreiche Integration in die Gesellschaft sowie in den Arbeitsmarkt von entscheidender Bedeutung ist, wurde die Maßnahme in Trägerschaft durch die Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Nds. Nord gGmbH, Oldenburg mit dem pädagogischen Mitarbeiter Patrick Frank und in Kooperation mit der städtischen Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragten Karin Wilke im Haus der Kulturen als Anlaufstelle für geflüchtete Menschen, die in Osterholz-Scharmbeck wohnhaft sind, durchgeführt. Die Fördermittel für diese Maßnahme wurden über die Volkshochschule Osterholz-Scharmbeck, Hambergen und Schwanewede als örtlichen Träger der Erwachsenen- bildung erlangt und an die Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN weitergereicht.

Zur Förderung von Sprachkompetenzen entlang der Lebens-, Bildungs- und Berufsbiografie von geflüchteten Menschen wird sich schon ab 20.08.2018 ein weiterer Intensiv-Deutschsprachkurs im Haus der Kulturen anschließen, der dann im Dezember 2018 enden wird. Auch hier wird vor Beginn des Kurses in einem didaktischen Konzept die Zielsetzung, z.B. Erreichen eines Sprach- niveaus zur elementaren Sprachverwendung nach A1 und A2 oder zur selbständigen Sprachver- wendung nach B1 und B2 entsprechend dem Europäischen Referenzrahmen festgelegt.

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Sprache lernen - Deutsch-Sprachkurse im Stadtteil 2018

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Offenes Café im Haus der Kulturen

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Das „Café im Haus der Kulturen“ mit dem Second Hand Kleiderkreisel und der Fahrradwerkstatt findet weiterhin jeden Donnerstag in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr zum interkulturellen Dialog miteinander im Haus der Kulturen in der Beethovenstraße 15 in Osterholz-Scharmbeck statt.

Das Stadtteilhaus „Haus der Kulturen Osterholz-Scharmbeck“ bietet als interkulturelle Begegnungsstätte in der Stadt künftig verstärkt themenbezogene Informationen für daran Interessierte an. Herzlich willkommen sind alle diejenigen, die an einem gemeinsamen Austausch interessiert sind, nach Gebrauchtem & Nützlichem stöbern oder sich informieren möchten. Eine Voranmeldung für eine Teilnahme am „Café im Haus der Kulturen“ ist nicht erforderlich.

Angenommen für den Second Hand Kleiderkreisel während des „Cafés im Haus der Kulturen“ werden weiterhin gut erhaltene, gebrauchte Bekleidungsstücke sowie gut erhaltene Kinderwagen, Buggys und Kinderfahrräder.

Bewusstseinswandel: Mode ist ein Kommunikationsmittel. Kleidung sagt mehr über Zeitgeschehen und Politik aus als mancher glaubt. Sie ist zudem Ausdruck kultureller Akzeptanz und Zeichen für Bewusstseinswandel, wie wir derzeit erleben.

Die Mitarbeiterinnen vom Haus der Kulturen sind in der Woche von Montag bis Freitag in der Zeit von 9.00 bis 12.00 Uhr in der Second Hand Annahme ansprechbar unter der Tel.: 04791/8079728 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Die Fahrradwerkstatt im Container neben dem Haus der Kulturen hat jeden Donnerstag geöffnet. Hier werden vornehmlich vorhandene Fahrräder fachkundig repariert.

Kontakt:
Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte Karin Wilke
Tel.: 04791/17353, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Mitarbeiterinnen vom Haus der Kulturen
Tel.: 04791/8079728, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

„Schulranzen Aktion 2018“ im Haus der Kulturen

schulranzen2018Gut erhaltene, gespendete Schulranzen werden auch in diesem Jahr im Stadtteilhaus „Haus der Kulturen OHZ“ in der Beethovenstraße 15 an bedürftige Familien verteilt, damit jedes Kind die Schullaufbahn mit einem Schulranzen beginnen kann.

Für viele Kinder beginnt in diesem Jahr ein neuer Lebensabschnitt: Der Schulstart! Die neuen Abc-Schützen freuen sich schon riesig auf den ersten Schultag und mit ihnen natürlich auch die Eltern .

Doch für die Eltern gibt es allerhand zu besorgen und zu erledigen, damit der Schulanfang und das neue Leben in der Grundschule für die „kleinen Zwerge“ auch gut gelingen können.

Die Auswahl eines passenden Schulranzens ist dabei schon bedeutend, denn die Schulanfänger benutzen den ersten Schulranzen in der Regel bis zum Ende ihrer Grundschulzeit.

Viele Eltern mit und ohne Migrationshintergrund sind finanziell nicht in der Lage, für ihr Kind einen wasserdichten und rückenfreundlichen Schulranzen zu erwerben, der den empfohlenen DIN-Maßen entspricht und bis zur 4. Grundschulklasse zu gebrauchen ist.

Die städtische Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte Karin Wilke ruft daher auch in diesem Jahr dazu auf, dem Haus der Kulturen bis zu den Sommerferien gut erhaltene Schulranzen zu spenden:

"Wer beim Frühjahrsputz auf den nicht mehr gebrauchten Schulranzen der Tochter/des Sohnes stößt, kann ihn gerne direkt im Haus der Kulturen, Tel. 04791/8079728, oder auch im Osterholz-Scharmbecker Rathaus, Tel. 04791/170, abgeben.“

Kontakt:
Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte Karin Wilke
Tel.: 04791/17353, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Mitarbeiterinnen vom Haus der Kulturen
Tel.: 04791/8079728, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Freiwillig und gemeinnützig im Haus & Garten der Kulturen 2018

freiwilliggarten2018Mit vielen helfenden Händen ist es auch im Jahr 2018 gelungen, die Gartenarbeiten im Garten der Kulturen fortzuführen, damit zum Beispiel Kräuter aus den verschiedenen Herkunftsländern aus den Hochbeeten geerntet werden konnten.

 

Integrationsmaßnahmen für Geflüchtete in der Stadt Osterholz-Scharmbeck

Allen erwachsenen Geflüchteten konnten Sprachkurse über die Volkshochschule Osterholz-Scharmbeck, Hambergen und Schwanewede, der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Nds. Nord gGmbH oder anderer Träger angeboten werden. Bei der Volkshochschule und der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN erfolg(t)en zunächst bis Ende 2018 durchweg erfolgreich verlaufene Sprachkurse auf der Grundlage der Landesrichtlinie zur Förderung des Spracherwerbs von Flüchtlingen sowie eines didaktischen Konzeptes mit 300 Unterrichtstunden für jeweils bis zu 20 geflüchtete Menschen mit einer Deutsch-Sprachprüfung nach dem Europäischen Referenzrahmen mit einer Zertifizierung zur elementaren Sprachverwendung nach A1 und A2 oder zur selbständigen Sprachverwendung nach B1 und B2.

Insgesamt 41 Geflüchtete haben zwischen 2015 und 2018 Arbeitsgelegenheiten nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in der Maßnahme „Freiwillig und gemeinnützig im Haus & Garten der Kulturen“ ausgeführt. In Anleitung wurden ihnen berufliche Schlüsselqualifikationen, wie zum Beispiel Pünktlichkeit, Teamfähigkeit und sich angemessen Verständigen können für einen beruflichen (Wieder-) Einstieg vermittelt. Von dieser Gruppe konnten 12 Personen direkt in ein Beschäftigungsverhältnis wechseln.

 Damit Geflüchtete die Wartezeit bis zur Entscheidung über ihre Anerkennung durch eine sinnvolle und gemeinwohlorientierte Beschäftigung überbrücken können und gleichzeitig mittels niedrigschwelliger Angebote in Arbeitsgelegenheiten an den Arbeitsmarkt herangeführt werden, haben in der Stadt Osterholz-Scharmbeck 6 Flüchtlinge die Möglichkeit genutzt, im Rahmen der Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen (FIM) nach § 5a Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG), an der Maßnahme „Freiwillig und gemeinnützig im Haus & Garten der Kulturen“ teilzunehmen. Bei der Flüchtlingsintegrationsmaßnahme (FIM) handelt es sich um ein befristetes Arbeitsmarktprogramm des Bundes im Sinne des § 368 Abs. 3 SGB III mit dessen Durchführung die Bundesagentur für Arbeit beauftragt ist, das von Februar bis November 2017 in Osterholz-Scharmbeck auf der Grundlage einer vertraglichen Vereinbarung umgesetzt wurde.

Ein Großteil der Geflüchteten ist mittlerweile durch den aktuellen Aufenthaltsstatus dem Jobcenter (SGB II) zugeordnet. Damit erfolgen eine Arbeitsvermittlung und eine Zuweisung zu Maßnahmen durch die ProArbeit des Jobcenters des Landkreises Osterholz.

Seit Herbst 2017 sind 4 Geflüchtete in der Maßnahme „Freiwillig und gemeinnützig im Haus & Garten der Kulturen“ mit einer Beschäftigungszeit von 20 Stunden wöchentlich für die Dauer von jeweils einem halben Jahr über die ProArbeit kAöR / das Jobcenter in ein Prämienjobverhältnis gemäß § 16d SGB II beschäftigt worden.

Das Haus der Kulturen beteiligt sich (gemeinsam mit der Jugendwerkstatt im Landkreis Osterholz) seit August 2018 mit „freiwilligen und gemeinnützigen Arbeitseinsätzen im Haus & Garten der Kulturen“ an der in einem Zeitraum von 1 ½ Jahren umsetzbaren Maßnahme für „Junge Geflüchtete“ des Landkreises Osterholz. Ziel der bildenden Maßnahme ist es, den nun volljährigen, alleineingereisten Flüchtlingen, die an den Berufsbildenden Schulen keinen Abschluss erzielt haben, mit einem theoretischen und praktischen Projektanteil den Weg zu einem Hauptschulabschluss bzw. zu einer Erwerbstätigkeit zu ebnen.

Voraussichtlich wird ab November 2018 eine Qualifizierungsmaßnahme für bis zu 20 geflüchtete Frauen mit einer Förderung aus dem FIFA-Landesprogramm zur Förderung der Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt“ in Trägerschaft durch die ProArbeit kAöR im Landkreis Osterholz beginnen. Hier wird sich die städtische Gleichstellungsbeauftragte mit dem Haus der Kulturen vernetzend unter anderem in der Teilnehmergewinnung einbringen, um geflüchtete Frauen zu erreichen, die sich im SGB II Bezug befinden und über ein Sprachniveau nach B1 verfügen.

 

Die das Haus der Kulturen aufsuchenden Flüchtlinge helfen gerne bei den anstehenden Gartenarbeiten und nehmen den Sparten in die Hand, um die Pflanzen in die Erde zu bringen. Damit dieses Vorhaben auch fortführend gelingen kann, nehmen die Mitarbeiterinnen vom Haus der Kulturen sehr gerne Pflanzenspenden von Osterholz-Scharmbeckern an: Kräuter- und Blumenaussaat, Stauden und Heckenpflanzen – es wird einfach alles benötigt, was die Außenfläche vom Haus der Kulturen weiterhin zu einem „Garten der Kulturen“ erblühen lässt.

Die das Haus der Kulturen aufsuchenden Flüchtlinge helfen gerne bei den anstehenden Gartenarbeiten und nehmen den Sparten in die Hand, um die Pflanzen in die Erde zu bringen. Damit dieses Vorhaben auch fortführend gelingen kann, nehmen die Mitarbeiterinnen vom Haus der Kulturen sehr gerne Pflanzenspenden von Osterholz-Scharmbeckern an: Kräuter- und Blumenaussaat, Stauden und Heckenpflanzen – es wird einfach alles benötigt, was die Außenfläche vom Haus der Kulturen weiterhin zu einem „Garten der Kulturen“ erblühen lässt.

Kontakt für Pflanzenspenden:
Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte Karin Wilke
Tel.: 04791/17353, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Mitarbeiterinnen vom Haus der Kulturen, Tel.: 04791/8079728

 

 

Nds. ESF-Programm FIFA - Ausgewählte Projekte des 7. Aufrufs

Mittels des 7. Förderaufrufs im Rahmen des ESF Programms „Förderung der Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt (FIFA)“ hat das Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung (MS) im November 2018 die ausgewählten Projekte für diesen Aufruf bekannt gegeben.

Demnach werden niedersachsenweit insgesamt 12 Projekte mit 1,5 Mio. Euro gefördert, davon acht Projekte in den Regionen Weser-Ems und Lüneburg.

Zu den ausgewählten Projekten aus der Region Lüneburg gehört das Projekt der ProArbeit Osterholz-Scharmbeck: „FIFA im Landkreis Osterholz“ mit einer Qualifizierung von zugewanderten Frauen im Bereich Hauswirtschaft/Küche und einer Laufzeit von 18 Monaten.

Kontakt:
Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte Karin Wilke
Tel.: 04791/17353, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Mitarbeiterinnen vom Haus der Kulturen, Tel.: 04791/8079728

ALLGEMEINES

70 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte - Für eine Kultur der Menschenrechte

Vor 70 Jahren, am 10. Dezember 1948, formulierten die Vereinten Nationen mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte das Wertefundament für die Weltgemeinschaft. Dieses Jubiläum ist Anlass zum Feiern – aber auch Ansporn zum Handeln. Denn überall in der Welt, auch in Deutschland, stellen Teile der Gesellschaft die Menschenrechte in Frage, säen Hass gegen andere Menschen und bedrohen das friedliche Miteinander in unserer offenen und demokratischen Gesellschaft. Damit werden zunehmend auch die Freiheit der Kunst und der Medien in Zweifel gezogen. Gleichzeitig stellen sich viele Kulturschaffende populistischen Bewegungen entgegen und unterstützen Bündnisse im Sinne der Menschenrechte.

Quelle: Deutsches Institut fuer Menschenrechte

 

Nationale Armutskonferenz veröffentlicht dritten Schattenbericht: Armut stört!

Am Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut im November 2ß018 veröffentlichte die Nationale Armutskonferenz ihren dritten Schattenbericht zur Armut in Deutschland. Der Bericht gibt einen Überblick über den armutspolitischen Handlungsbedarf und lässt Betroffene zu Wort kommen.

"Armut in Deutschland hat eine menschenrechtliche Dimension. Sie zu bekämpfen ist keine Wohltätigkeit, sondern eine Verpflichtung", betonte nak-Sprecherin Barbara Eschen: "Armutsbetroffene sind keine Bittsteller, sondern sie haben soziale Rechte". Um Armut in Deutschland zu überwinden, benötige man daher eine aktive Politik der Armutsbekämpfung. Diese werde von der Bundesregierung jedoch weiterhin vernachlässigt. Eschen nahm hierbei Bezug auf den Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte - kurz UN-Sozialpakt. Am Tag zuvor hatte der Sozialausschuss der Vereinten Nationen, der die Einhaltung dieser Rechte überwacht, seine Empfehlungen an die deutsche Bundesregierung veröffentlicht. Diese zeigten: "Es ist noch viel zu tun".

Insbesondere in Hinblick auf die Bekämpfung von Erwerbsarmut sehe sie enormen Handlungsbedarf, erklärte Eschen. So sei für viele Menschen in Beschäftigung Armut dennoch bittere Realität - obwohl Wirtschaft und Arbeitsmarkt in boomen.

In Deutschland hat sich die Erwerbsarmut in den letzten zehn Jahren verdoppelt: Zwischen 2004 und 2014 stieg der Anteil der "working poor" an allen Erwerbstätigen auf 9,6%. "Prekäre Beschäftigung schafft Unsicherheit, führt in Altersarmut und behindert die Lebensplanung", so Eschen.

Besonders problematisch seien Minijobs mit derzeit 7,5 Millionen Beschäftigten, ergänzte Erika Biehn, die seit 1991 als Betroffenenvertreterin in der nak aktiv ist. "Diese ermöglichen in der Regel keinen Einstieg in gute Arbeit, sondern sind berufliche Sackgassen mit mangelnden Perspektiven, niedrigen Einkommen und oftmals schlechten Arbeitsbedingungen. Insbesondere für Frauen", so Biehn. Die Nationale Armutskonferenz fordere die Bundesregierung daher auf, "sich für gute Arbeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung einzusetzen, statt 'Arbeit um jeden Preis' zur Devise zu machen".

"In den meisten deutschen Städten fehlt es an bezahlbarem Wohnraum. Und das nicht nur für wohnungslose Menschen, sondern zunehmend auch für einkommensarme Haushalte, Alleinerziehende, Studierende, Geflüchtete oder Seniorinnen und Senioren", schilderte die stellvertretende nak-Sprecherin Werena Rosenke und verwies ebenfalls auf Forderungen des UN Sozialausschusses. Die Nationale Armutskonferenz fordert daher die auch Stärkung des Sozialen Wohnungsbaus sowie die realistische Ermittlung angemessener Wohnkosten in der Grundsicherung.

In ihrem Statement ging Barbara Eschen auch Sanktionen für Hartz-IV-Empfänger ein: "Es ist äußerst fraglich, ob Sanktionen ein geeignetes Mittel sind, um Menschen 'fit für den Arbeitsmarkt' zu machen. Vor allem aber sollten wir uns bewusst machen: Das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard ist nicht verhaltensabhängig."

Gefordert sei vielmehr eine Neuorientierung der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Beschäftigungspolitik sollte demnach auf Sanktionen und Druck verzichten und vielmehr die Motivation und Selbstbestimmung der Menschen unterstützen. Notwendig seinen zudem höhere Regelsätze in der Grundsicherung und die weitere Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns.

Link zum Schattenbericht: https://www.nationale-armutskonferenz.de/veroeffentlichungen/schattenbericht/

 

#UNTEILBAR: Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung

unteilbar2018Unsere Gesellschaft ist in grundlegenden Fragen gespalten wie schon lange nicht mehr. Wir erleben diese Kluft zunehmend in unserem Alltag, sei es in den Schulen, in den sozialen Medien oder auch im Bundestag. Nicht selten schlägt diese Entwicklung in Aggressionen um, wie zuletzt in Chemnitz, wo bei Demonstrationen zu Hass und Gewalt aufgerufen wurde.

Umso wichtiger ist es, jene Werte hervorzuheben, die für alle Menschen gelten, unabhängig von ihrer Herkunft, Religion oder sexuellen Orientierung. Diese Grundsätze finden sich in der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte", deren Verabschiedung sich am 10. Dezember zum 70. Mal jährt.

Die Menschenrechte werden von vielen Seiten offen angegriffen. Jetzt kommt es darauf an, sie zu schützen. Gemeinsam mit vielen anderen Organisationen hat Amnesty International daher zu #unteilbar aufgerufen. Am 13. Oktober hat eine Demonstration in Berlin für eine offene und solidarische Gesellschaft stattgefunden, in der Menschenrechte unteilbar und vielfältige selbstbestimmte Lebensentwürfe selbstverständlich sind.

Quelle: https://www.amnesty.de/informieren/aktuell/deutschland-unteilbar-grossdemonstration-am-13-oktober-2018-berlin

Eine offene und demokratische Gesellschaft ist #unteilbar

Pressemitteilung 12.10. 2018

Die Bundesarbeitsgemeinschaft(BAG) kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungs- beauftragten unterstützt die Demonstration #unteilbar gemeinsam mit zahlreichen Verbänden, Gruppen und Einzelpersonen und ruft zur Beteiligung an der Groß-Demonstration am 13. Oktober 2018 in Berlin auf. Das Bündnis steht ein für eine offene und freie Gesellschaft – für Solidarität statt Ausgrenzung.

Gleichstellungsarbeit rückt neben der Migrationspolitik vermehrt in den Fokus rechter Kräfte. Sie lehnen Gleichstellung von Frauen und Männern nicht nur ab, sondern bekämpfen sie. Auf der anderen Seite instrumentalisieren diese Gruppierungen z.B. das Thema Gewalt an Frauen, wenn sie damit gegen „Andere“ hetzen können.

„In vielen Kommunalparlamenten und Kreistagen stellen Rechtspopulist*innen die Gleichstellung und damit den Verfassungsauftrag Gleichstellung in Frage. Ein Jahr, nachdem die AFD in den Bundestag eingezogen ist, gehören Angriffe auf Gleichstellung, Frauenrechte und Gleichstellungsbeauftragte auch dort zur Tagesordnung“, sagt Brigitte Kowas, Bundessprecherin der BAG.

Frauenrechte sind unteilbar

Antifeminismus ist eine Gefahr für die Demokratie. Wer Gleichstellung bekämpft, stellt sich gegen das Grundgesetz, in dem die Gleichstellung von Frauen und Männern verankert ist. Kommunale Gleichstellungsbeauftragte arbeiten für die Erfüllung des Verfassungsauftrags [1] . Diejenigen, die sich dagegen stellen, verletzen die Verfassung. Antifeminismus ist antidemokratisch!

frauenbuerosEs ist höchste Zeit diesen Demokratiefeind*innen Einhalt zu gebieten. Gegen Sexismus, Frauenfeindlichkeit, Homophobie und Rassismus – für eine offene und gleichberechtigte, gerechte Gesellschaft.

  • Ohne Geschlechtergerechtigkeit gibt es keine offene und freie Gesellschaft.
  • Rechtspopulismus und Antifeminismus bedrohen unsere Rechte.

Quelle: Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen

 

DER SPIEGEL - Sonderausgabe #frauenland

spiegel2018DER SPIEGEL - ausnahmsweise nur von Frauen gemacht:
#frauenland heißt eine besondere Ausgabe zwischen den Ausgaben. Der Anlass sind 100 Jahre Frauenwahlrecht, 50 Jahre neue Frauenbewegung, ein Jahr #MeToo. In Re-portagen, Fakten, Interviews und Fotoportraits von starken Frauen finden sich Antworten auf die Frage: Wie modern ist Deutschland?

Anders und informativer als manche "männergemachte" Ausgabe des Maga-zins nimmt #frauenland das Spannungsfeld Frauen, Politik und Macht unter die Lupe. Die Beiträge schlagen Brücken zwischen Anliegen des Feminismus gestern und heute, zeigen alte Probleme und neue Entwicklungen. Sexuelle Selbstbestimmung, Machtmissbrauch und Gewalt gegen Frauen gehören zu den Dauerthemen.

In #frauenland geht es unter anderem darum, doch auch um mehr und ganz Konkretes, wie die Diskussion um die Abschaffung des Ehe-gattensplittings, den Streit ums Wechselmodell bei Trennung und Scheidung oder die Anziehungskraft nationalpopulistischer Gedankenwelten für Frauen. #frauenland ist Qualitätsjournalismus von Frauen gemacht - wir wünschen uns mehr davon!

DER SPIEGEL, Sonderausgabe "#frauenland - Wie modern ist Deutschland?", SPIEGEL-Verlag Hamburg, Oktober 2018. Alle Informationen zur gedruckten Ausgabe sowie eine digitale Ausgabe mit Video-Reportagen, erklärenden Animationen, Foto-Essays und einer Graphic-Story unter www.spiegel.de/thema/frauenland.de

 

10 Jahre nach dem Bildungsgipfel: Soziale Spaltung im Bildungssystem

Der Aufstieg durch Bildung sollte jedem möglich sein. Deutschland sollte “Bildungsrepublik” werden. Das waren die Versprechen des Bildungsgipfels vom 22. Oktober 2008. Doch es bleibt eine enttäuschende Leere, denkt man daran zurück. Noch immer lässt das deutsche Bildungssystem zu viele Menschen zurück. Kinder und Jugendliche, die aus schwierigen sozialen Verhältnissen oder aus Familien mit Migrationshintergrund stammen, haben immer noch deutlich schlechtere Chancen im deutschen Bildungssystem als andere. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Bildungsforschers Klaus Klemm und Matthias Anbuhl vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Auch wenn in den vergangenen Jahren einiges erreicht wurde, bei der Chancengerechtigkeit ist Deutschland nicht weit genug vorangekommen. Der Anteil der Jugendlichen, die das Schulsystem in Deutschland ohne Abschluss verlassen, ist zuletzt wieder gestiegen: von 5,9 (2016) auf 6,5 Prozent (2017). Wer nicht mindestens einen Hauptschulabschluss besitzt, geht bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz leer aus. Die Konsequenz: in Deutschland bleiben 1,45 Millionen junge Menschen im Alter von 20 bis 29 Jahren ohne Berufsausbildung. Die Quote stieg von 13,9 (2016) auf 15 Prozent im Jahr 2017. Nüchternes Fazit nach zehn Jahren Bildungsgipfel

• Die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen hängen weiterhin stark von ihrer sozialen Herkunft ab. Kinder aus “sozial starken” Familien bekämen fast vier Mal häufiger eine Empfehlung für das Gymnasium als Kinder aus (Fach-)Arbeiterfamilien mit vergleichbaren Schulleistungen, kritisieren die Autoren der Studie.

• Ähnlich sieht es beim Studium aus: Fast 80 Prozent aller Kinder mit Akademikereltern beginnen ein Studium. Bei Kindern mit mindestens einem Elternteil mit Berufsabschluss und Abitur, aber ohne akademischen Abschluss, seien es nur noch 48 Prozent, und bei Kindern mit mindestens einem Elternteil mit Berufsabschluss, aber ohne Abitur, nur noch 24 Prozent.

• Der Aufbau von Ganztagsschulen zählt zu den ambitioniertesten bildungspolitischen Vorhaben der letzten Jahre; doch von einem flächendeckenden Angebot ist Deutschland noch weit entfernt.

• Ein weiteres Ergebnis der Studie: In Kitas und Grundschulen droht bis zum Jahr 2025 eine große Personallücke – wenn nicht deutlich mehr Erzieher und Grundschullehrer ausgebildet werden als bisher. Würden die Ausbildungszahlen gleich bleiben, fehlten in sieben Jahren insgesamt rund 66.000 Erzieher, schreiben die Autoren. Im Grundschulbereich fehlten bis 2025 bis zu 32.000 Grundschullehrer.

• Auch bei der Weiterbildung von Personen im erwerbsfähigen Alter stellt die Studie Ungleichheit fest: Es nehmen nur 41 Prozent der un- und angelernten Arbeitnehmer an Weiterbildungen teil. Bei Fachkräften sind es dagegen bereits 59 Prozent und bei Führungskräften 75 Prozent. Unter den Arbeitslosen hingegen bekommen nur 27 Prozent Maßnahmen zur Weiterbildung.

Ohne Abschluss keinen Anschluss - Die Expertise bestätigt, verfehlen junge Menschen den Hauptschulabschluss, bedeutet das für die überwältigende Mehrheit von ihnen gleichsam einem Ausschluss aus der Berufsausbildung.

Ein Blick auf die Daten der bundesweiten DIHK-Lehrstellenbörse offenbart: Von den zum Zeitpunkt der Untersuchung (14.10.2018) insgesamt dort angebotenen 47.657 Ausbildungsplätzen waren bei 95,8 Prozent der Angebote Schulabgänger/-innen ohne Hauptschulabschluss von einer Bewerbung ausgeschlossen. Auch die jungen Menschen mit Hauptschulabschluss blieben aufgrund des Stellenangebots zu 65,1 Prozent (2015: 61,6 Prozent) explizit ausgeschlossen.

Die Tatsache, dass junge Menschen ohne einen oder mit einem schwachen Hauptschulabschluss kaum eine Chance haben, eine Ausbildungsstelle zu finden, erklärt, dass Ende September 2017 einerseits 48.900 Ausbildungsplätze noch unbesetzt waren, während 80.200 junge Erwachsene noch eine Ausbildungsstelle suchten – 23.700 als unversorgte Bewerber/-innen und weitere 56.500 Bewerber/-innen, die zwar eine vermeintliche Alternative gefunden haben, aber einen Ausbildungsplatz bevorzugt hätten.

Quelle: DGB; KNA; epd

 

Jobcenter zur Übernahme von Anschaffungskosten für Schüler-Laptop verurteilt

Das Sozialgericht (SG) Stade verurteilt ein Jobcenter zur Übernahme von Anschaffungskosten für einen Laptop in Höhe von 399,- €. Das machte der Arbeits- und Sozialrechtler Harald Thomé bekannt. Damit hat das vierte SG ein Jobcenter zur zuschussweisen Übernahme der Anschaffungskosten für einen PC/Laptop verurteilt. In allen Gerichtsentscheidungen wurde die Auffassung vertreten, es handele sich bei der Anschaffung eines PC/Laptop/Tablet und von Schulbüchern zur Erfüllung schulischer Belange um einen laufenden Bedarf im Sinne von § 21 Abs. 6 SGB II. Auch wenn der Computer/Laptop/Tablet zwar nur einmal bezahlt würde, erfülle er jedoch einen laufenden Bedarf, nämlich den, sachgerecht in ordnungsgemäßer Weise eine Schule besuchen zu können, ohne von vorneherein „abgehängt“ zu sein.

Gesetzliche Regelung fehlt - Für größere, einmalige Bildungsbedarfe gibt es keine eigenständige Anspruchsgrundlage, es liegt somit eine planwidrige Regelungslücke vor. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hatte bereits im Jahr 2014 die Bundesregierung aufgefordert, die Bildungskosten in den Regelleistungen aufzustocken, passiert ist jedoch noch nichts Das BVerfG hatte gleichzeitig die Gerichte aufgefordert, bis zu einer gesetzlichen Änderung das Recht weit auszulegen. Dieser weiten Auslegung sind mittlerweile mehrere Gerichte gefolgt. Zusammengefasst führen die Gerichte aus, ein PC/Laptop gehöre zur soziokulturellen und schulischen Teilhabe von Schülerinnen und Schülern und sei somit als Teil der Ausformung der Sicherstellung des menschenwürdigen Daseins auf Zuschussbasis zu erbringen.

Das Urteil des SG Stade lesen Sie hier. Zur Beantragung von Kosten für einen PC/Laptop hat der Erwerbslosenverein Tacheles Musteranträge veröffentlicht sowie Muster für Widerspruchserklärgungen gegen Darlehensgewährung und Aufrechnungsverfügung.

Quelle: Harald Thomé

 

Berufsausbildungsbeihilfe trotz vermeintlich schlechter Bleibeperspektive

Das Sozialgericht Lübeck hat in einem Eilverfahren einem Menschen aus Afghanistan mit Aufenthaltsgestattung Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) zugesprochen. Darauf weist Claudius Voigt vom Projekt Q hin.

Abstrakte Betrachtung der Bleibeperspektive ist nicht ausreichend - Das Sozialgericht stellte fest, dass eine rein abstrakte Betrachtung der „guten Bleibeperspektive“ allein anhand der Gesamtschutzquote sich „nicht zur generellen Maxime“ bei der Gewährung von Berufsausbildungsbeihilfe „aufwerten“ lasse. Schon rein sprachlich knüpfe die Erwartung des rechtmäßigen und dauerhaften Aufenthalts in § 132 Abs. 1 Satz 1 SGB III nicht an das Herkunftsland, sondern an die Person an, die die Leistung nachsucht. Dies mache zwar generelle Betrachtungen, wie die der Gesamtschutzquote nicht von vornherein wertlos, aber eine individuelle Betrachtung erübrige sich dadurch nicht.

Berufsausbildungsbeihilfe gerechtfertigt - Nach Überzeugung des Gerichts ergibt sich die „gute Bleibeperspektive“, schon aus der Tatsache der Ausbildung selbst. Denn „Es ist davon auszugehen, dass der Antragsteller sich auch für den Fall einer negativen Gerichtsentscheidung über seinen Asylantrag weiter rechtmäßig für die Dauer seiner Ausbildung (und ggf. nach § 18a Abs. 1a AufenthG auch über die Ausbildung hinaus) in Deutschland aufhalten darf. Die Voraussetzungen von § 132 Abs. 1 Satz 1 SGB III sind damit erfüllt.“

Quelle: Claudius Voigt – Projekt Q – Büro für Qualifizierung der Flüchtlings- und Migrationsberatung – Gemeinnützige Gesellschaft

 

Beschäftigung aufnehmen oder in Bildung investieren – Wie hoch ist die Motivation Geflüchteter?

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat die Motivation Geflüchteter eine Beschäftigung aufzunehmen oder in Bildung zu investieren untersucht. Basierend auf einer repräsentativen Befragung zeigt das DIW, dass der Einstieg in den Arbeitsmarkt von Geflüchteten, die seit 2010 nach Deutschland kamen, etwa in der gleichen Geschwindigkeit verlief wie im Fall früherer Fluchtzuwanderung.

Im dritten Jahr nach Zuwanderung ist etwa der Hälfte der männlichen Geflüchteten der Einstieg in den Arbeitsmarkt geglückt, bei weiblichen Geflüchteten ist es nur etwa ein Viertel. Häufig liegt die erste Tätigkeit in Deutschland unter dem Tätigkeitsniveau im Herkunftsland. Trotz eines holprigen Arbeitsmarkteinstiegs, sind Geflüchtete hoch motiviert, eine Beschäftigung aufzunehmen oder in Bildung zu investieren. Unterschiede innerhalb der Gruppe der Geflüchteten zeigen sich zwischen Geschlechtern, nach dem Grad der selbst eingeschätzten Gesundheit und nach der Erwerbsbiografie im Herkunftsland. Eine besonders hohe Motivation zu Erwerbstätigkeit und Weiterbildung ist Personen eigen, die im Herkunftsland bereits erwerbstätig waren.

Viele der derzeit noch erwerbslosen Geflüchteten möchten arbeiten - Die DIW Forscher Marvin Bürmann, Peter Haan, Martin Kroh und Kent Troutman belegen eine hohe Motivation Geflüchteter, eine Beschäftigung aufnehmen zu wollen. Im Durchschnitt gaben das 91 Prozent der Befragten Geflüchteten an, Arbeit aufnehmen zu wollen. 71 Prozent planen die Beschäftigungsaufnahme innerhalb der nächsten zwei Jahre. Allerdings gehen nur 59 Prozent der Befragten davon aus, dass sie in den kommenden zwei Jahren tatsächlich einen Arbeitsplatz haben werden. Die Analysen bestätigen aber auch, dass die Beschäftigungsabsichten von Frauen deutlich geringer sind als die von Männern. Bei der generellen Frage zur Beschäftigungsaufnahme ist der geschlechtsspezifische Unterschied mit etwa fünf Prozentpunkten noch relativ moderat. Die Absicht, eine Beschäftigung in den kommenden zwei Jahren aufzunehmen unterscheidet sich deutlich stärker: Sie ist bei geflüchteten Frauen im Durchschnitt etwa 20 Prozentpunkte geringer als bei geflüchteten Männern. Das gleiche Bild ergibt sich bei den subjektiven Erwartungen, tatsächlich eine Stelle zu bekommen: Frauen stufen die Wahrscheinlichkeit mit 20 Prozentpunkten klar niedriger ein als geflüchtete Männer.

Arbeitsmarktintegration erleichtern - Ein Großteil der Geflüchteten verfügt auch ohne Berufsabschluss über Berufserfahrung in Fachkrafttätigkeiten. Die Motivation, eine Aus- und Weiterbildung zu absolvieren ist hoch. Daher fordern die Forscher abschließend schnellere und flexiblere Wege zum formalen Vollabschluss unter Berücksichtigung der Berufserfahrung einzuführen.

Die Untersuchungsergebnisse zur Beschäftigung und Bildungsinvestitionen von Geflüchteten in Deutschenland wurden in einem DIW Wochenbericht veröffentlicht.

Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung Gemeinschaft Unterstützung Asylsuchender e.V. 

 

Diskriminierungserfahrung teilen: Kampagne #DarüberReden gestartet

Unter dem Hashtag #DarüberReden startete die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ihre bislang größte, bundesweite Kampagne gegen Diskriminierung. Jungen Menschen soll Mut gemacht werden, über ihre Erfahrungen und Erlebnisse zu sprechen. Zwei Monate lang thematisiert das Redaktionsteam von #DarüberReden auf Facebook, Instagram und Twitter Diskriminierungserfahrungen wegen des Alters, einer Behinderung, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion und Weltanschauung und wegen der sexuellen Orientierung und will junge Menschen von 16 bis 26 Jahren dazu anregen, eigene Erlebnisse zu teilen.

darueberredenIn Medien für junge Zielgruppen, auf Job- und Wohnungssuche-Portalen und in öffentlichen Verkehrsmitteln werden die Aufrufe zum Mitmachen präsent sein. Gelingt es, Benachteiligung sichtbar zu machen, können Veränderungen angestoßen werden, so die Auffassung der Antidiskriminierungsstelle. Begleitend zu der Kampagne werden Unterrichtsmaterialien für Schulen erarbeitet und Live-Events mit prominenten Gästen veranstaltet. Eine Abschlussveranstaltung im Januar wird nach Ende der Kampagne die geschilderten Erfahrungen auswerten und politische Antworten formulieren.

Alle Informationen finden Sie unter www.darueberreden.de.

Quelle: Antidiskriminierungsstelle des Bundes

 

Gesetz zur Brückenteilzeit wichtiger Schritt im Kampf gegen Altersarmut

Der Bundestag hat Ende Oktober d.J. ein Gesetz zur Einführung einer sogenannten Brückenteilzeit beschlossen. „Das Gesetz ist ein Schritt in die richtige Richtung. Besonders Frauen arbeiten nach der Familienphase überdurchschnittlich häufig in Teilzeit und bleiben beruflich dort ‚stecken‘. Dass dies durch das neue Gesetz geändert wird ist gut, auch um weibliche Altersarmut zu bekämpfen“, sagt Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv).

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können nach dem neuen Gesetz ab dem 1. Januar 2019 in Betrieben mit mehr als 45 Beschäftigten Anspruch auf eine befristete Teilzeitphase geltend machen. Nach maximal fünf Jahren endet diese Phase. Danach muss der Arbeitgeber eine Rückkehr in Vollzeit ermöglich. „Für Frauen in größeren Betrieben gibt es dann endlich die Möglichkeit, der Teilzeit-Falle rechtlich zu entkommen. Die große Schwachstelle des Gesetzes ist aber der Schwellenwert von 45 Beschäftigten“, sagt dlv-Präsidentin Brigitte Scherb. Denn in Deutschland arbeiten rund 15 Millionen Menschen in Betrieben mit weniger als 45 Beschäftigten. „Im ländlichen Raum sind es vor allem die Frauen, die in kleineren Unternehmen arbeiten. Als Altenpflegerin, als Erzieherin oder Verkäuferin haben sie meistens weniger als 45 Kollegen und Kolleginnen. Diese typischen ‚Frauenberufe‘ werden vom Gesetz ausgeklammert. Damit muss die Frage gestellt werden: Geht das Gesetz an den Betroffenen vorbei?“

Der Deutsche LandFrauenverband setzt sich schon lange damit auseinander, was lange Teilzeitphasen im Lebensverlauf für Frauen bedeuten. Schon in zweiter Auflage bildet der dlv mit Unterstützung des BMFSFJ regionale Equal-Pay-Beraterinnen aus. Diese klären in ländlichen Regionen über die Gefahren von Teilzeit und Minijobs auf und zeigen Frauen und Männern Wege zur partnerschaftlichen Aufteilung von Familien- und Erwerbsarbeit auf.

Quelle: Deutscher LandFrauenverband (dlv)

 

Teilzeit im Studium ist noch keine Selbstverständlichkeit

Anders als im Beruf, ist das Thema Teilzeit im Studium noch nicht etabliert. Aktuell studieren nur 7,2 Prozent aller Studierenden offiziell in reduziertem Umfang. Insgesamt stehen nur 13,5 Prozent aller Studiengänge auch in Teilzeit zur Verfügung.

Dies zeigt eine Analyse des CHE Centrum für Hochschulentwicklung, die zudem umfassenden Weiterentwicklungsbedarf bei den Rahmenbedingungen aufzeigt. Zum Wintersemester 2016/17 studierten laut Statistischem Bundesamt rund 200.000 Studierende offiziell nicht in Vollzeit. Der seit Jahren langsam, aber stetig steigende Anteil in Teilzeit Studierender liegt aktuell bei 7,2 Prozent.

Im Ländervergleich verzeichnet Hamburg die höchste Quote an Teilzeitstudierenden. Im Stadtstaat studiert rund jeder fünfte Studierende nicht in Vollzeit. Das liegt u.a. an zwei dort beheimateten privaten Fern-Hochschulen, deren rund 17.000 Studierende überwiegend ein Teilzeitstudium absolvieren. Die geringste Quote weist das Saarland mit einem Anteil von 0,4 Prozent auf.

Die Quote der „de facto“-Teilzeitstudierenden, die zwar in einen Vollzeit-Studiengang eingeschrieben sind, aber weniger intensiv studieren, liegt laut aktueller Sozialerhebung aber deutlich höher. Demnach studiert rund jeder dritte Studierende in einem deutlich geringeren zeitlichen Umfang als vorgegeben. Laut Statistischem Bundesamt schlossen 2014 lediglich 40 Prozent der Studierenden ihr Studium innerhalb der vorgesehenen Regelstudienzeit ab.

Das CHE sieht deshalb einen massiven Bedarf an einer Flexibilisierung der Studienzeiten, der durch das formale Teilzeitstudium nicht gedeckt wird. „Der Anteil an Studierenden, die ein Studium mit Familie, Beruf oder anderen Faktoren in Einklang bringen müssen, wächst konstant. Die bestehenden Rahmenbedingungen für ein Teilzeitstudium tragen dem in keiner Weise Rechnung“, bilanziert CHE Geschäftsführer Frank Ziegele.

Der niedrige Anteil von Studierenden in Deutschland, die offiziell einen Teilzeitstudiengang belegen, dürfte dabei auch am geringen Angebot entsprechender Studiengänge liegen. Lediglich jeder achte Studiengang in Deutschland steht nach den Angaben im HRK Hochschulkompass auch Studierenden in Teilzeit offen. Die Quote an Teilzeitstudiengängen liegt im aktuellen Wintersemester 2018/19 bei 13,5 Prozent. Sie ist im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,7 Prozentpunkte gestiegen.

Das Saarland weist mit 64,5 Prozent die höchste Quote an Teilzeitstudiengängen auf. Dahinter folgen Hamburg und Brandenburg mit 53,3 und 36,8 Prozent. In sechs Bundesländern liegt der Anteil an Teilzeit-Angeboten unter 10 Prozent. Schlusslicht ist Bremen, wo nur einer von fünfzig Studiengängen auch in geringerem Umfang pro Semester absolviert werden kann. Insgesamt ist das Teilzeit-Angebot an Universitäten mit 16 Prozent etwas umfangreicher als das an Fachhochschulen mit 11,5 Prozent. Auch im Masterbereich (16,7 Prozent) haben Menschen, die etwa parallel zum Beruf ein Studium absolvieren möchten, eine größere Auswahl als im Bachelor-Bereich (11,8 Prozent).

In den Gesellschafts- und Sozialwissenschaften besteht die Teilzeit-Option in jedem fünften Studiengang. Ähnlich hoch ist der Anteil auch für die Sprach und Kulturwissenschaften sowie die Medizin und Gesundheitswissenschaften.

Angesichts dieser Ergebnisse plädiert das CHE für eine Weiterentwicklung des Teilzeitstudiums, das Studierenden größtmögliche zeitliche Flexibilität im Studium gewähren sollte. Hierzu zählt u.a. eine Anpassung der bestehenden BAföG-Regelungen, die eine Förderung in Teilzeit bisher ausschließt.

Dringenden Verbesserungsbedarf sieht Studienautor Cort-Denis Hachmeister nach einer Stichprobe bei 60 Hochschulen auch beim Informations- und Serviceangebot: „Die eine Hochschule gewährt einen Anspruch auf Teilzeitstudium bei Kindern bis zum fünften, die andere bis zum 18. Lebensjahr – das ist nicht nachvollziehbar.“ Vielfach fehlten Informationen oder die Unterscheidung zwischen offiziellen Teilzeit-Studienangeboten und Teilzeit-Optionen im Ausnahmefall. CHE Experte Hachmeister zieht deshalb ein ernüchterndes Fazit: „Wer während des Studiums, etwa durch die Pflegebedürftigkeit eines Angehörigen, plötzlich auf ein Teilzeitstudium angewiesen ist, muss aktuell einfach das Glück haben, an der richtigen Hochschule zu studieren“.

Über diese Studie: Im Auftrag des CHE Centrum für Hochschulentwicklung analysierte CHE Consult die Entwicklung von Teilzeit-Studienangeboten in Deutschland. Die Analyse umfasste die Studienangebote der Hochschulen, die Nachfrage bei den Studierenden, eine Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie eine Stichprobe zum Informationsangebot auf den Websites von sechzig deutschen Hochschulen. Grundlage für die Teilzeit-Angebots-Quote sind die Daten des Hochschulkompasses der Hochschulrektorenkonferenz für das Wintersemester 2018/19. Die Anteile der Teilzeitstudierenden beruhen auf Angaben des Statistischen Bundesamtes für das Wintersemester 2016/17. Verfasser(innen) der Studie „CHE Teilzeitstudium-Check 2018/19 – Daten und Empfehlung zur Weiterentwicklung des Teilzeitstudiums in Deutschland“ sind Anna Gehlke, Cort-Denis Hachmeister und Lars Hüning.

Die wichtigsten Informationen zum Thema, Checklisten und eine kommentierte Linkliste findet sich unter: www.che.de/teilzeit.

Quelle: CHE Centrum für Hochschulentwicklung

 

Lebenslagen wohnungsloser Menschen

Über Wohnungslose in Deutschland wissen wir wenig. Sie kommen in der amtlichen Statistik nicht vor – fast so als existierten sie nicht. Dabei steigt ihre Zahl kontinuierlich an und Wohnungsnot verschärft sich. Nach Schätzungen der BAG Wohnungslosenhilfe ist die Zahl wohnungsloser Menschen seit 2014 um 150 Prozent angestiegen. Neben statistischen Daten zu Anzahl, Alter oder Geschlecht, mangelte es bisher auch an belastbaren Daten über die Lebenslagen Wohnungsloser, ihre Bedürfnisse, Sorgen und Nöte. Die erste systematische Untersuchung der Lebenslagen wohnungsloser Menschen in Deutschland schafft jetzt Abhilfe.

Der Evangelische Bundesfachverband Existenzsicherung und Teilhabe e.V. (EBET) und die Alice Salomon Hochschule Berlin haben wohnungslose Menschen anhand von objektiven Kriterien nach ihrer materiellen Situation, ihrem Erwerbsstatus, ihrer Gesundheit, nach ihrer Wohnsituation, ihren sozialen Netzwerken und ihrer Sicherheit befragt. Außerdem wurden sie um eine subjektive Einschätzung ihrer Lebenssituation gebeten. Das Ergebnis: Viele Befragte schätzen sich subjektiv belasteter ein als die objektivierbaren Daten hergeben. Gut die Hälfte (52,2 %) der befragten 1.135 Wohnungslosen befindet sich in einer mittleren Lebenslage, 28 % in einer schlechten oder sehr schlechten. Werden nur die subjektiven Einschätzungen berücksichtigt, befinden sich allerdings mehr als 40 % in einer schlechten oder sehr schlechten Lebenslage.

Erste systematische und umfassende Untersuchung der Situation wohnungsloser Menschen

Die Studie ist repräsentativ – zwar nicht für alle Wohnungslosen in Deutschland, aber doch für die, die Hilfe in den Einrichtungen der Diakonie erhalten. In insgesamt 70 Einrichtungen über alle Bundesländer hinweg füllten Wohnungslose den Fragebogen aus, in Städten ebenso wie auf dem Land. Künftig will die Diakonie die Befragung regelmäßig durchführen. Neben einer Bestandsaufnahme wären damit auch Entwicklungen aufzuzeigen.

Für die Erhebung entwickelten die Forscher gemeinsam mit Mitarbeitern der Diakonie und den Wohnungslosen selbst – ein Messinstrument für die Lebenslage der Wohnungslosen, den Lebenslagenindex. Dazu wurde die Situation der Wohnungslosen in verschiedenen Lebensbereichen betrachtet:
• Wohnen
• Gesundheit
• Sicherheit
• Materielle Situation
• Erwerbsarbeit
• Soziale Netzwerke/Teilhabe

Lebenssituation stellt sich differenziert dar - Die Befragten befinden sich zu 28 % in einer unterdurchschnittlichen (schlechten/sehr schlechten) Lebenslage, zu 19,7 % in einer überdurchschnittlichen (sehr guten/guten) und zu 52,2 % in einer mittleren Lebenslage. Bemerkenswert sind vor allem die Unterschiede der objektivierbaren und subjektiven Daten: Viele Befragte schätzen sich subjektiv als belasteter ein, als es die objektivierbaren Daten hergeben. Haupteinflussfaktor auf die Lebenslage insgesamt ist die existenzielle und ontologische Sicherheit der untersuchten wohnungslosen Menschen: Hierunter verbergen sich die tatsächliche Wohn-/Übernachtungssituation und die Wohnzufriedenheit, das Sicherheitsgefühl sowie der Zugang zu medizinischer Versorgung. Diese Aspekte sind existenziell und können nicht mit anderen Dingen kompensiert werden. Sie wirken sich nachhaltig auf das Gefühl aus, ob das eigene Leben sicher, berechenbar und geschützt ist.

Entsprechend konnten bei der statistischen Analyse der Daten als vulnerabelste Gruppe die Menschen identifiziert werden, die auf der Straße oder in ähnlich prekären Wohn- und Übernachtungssituationen leben: Knapp 2/3 von ihnen befinden sich in unterdurchschnittlichen Lebenslagen und fast 1/4 denkt sogar, ihre Lebenslage würde sich innerhalb eines Jahres noch verschlechtern. Besonders belastet sind Menschen aus sonstigen EU-Staaten: Fast 2/5 befinden sich in einer unterdurchschnittlichen Lebenslage. Ebenfalls als vulnerable Gruppe können Frauen identifiziert werden.

Bei den unterschiedlichen Altersgruppen erweisen sich die jüngeren Befragten als recht resistent angesichts ihrer objektiv teils sehr prekären Lebenslagen. Vor allem die mittleren Altersgruppen sind als besonders vulnerabel einzuschätzen.

Die besten Lebenslagen weisen allerdings Menschen auf, die erst kurz (< 1 Monat) wohnungslos sind. Dies spricht dafür, wohnungslose Menschen möglichst umgehend wieder in eigenen Wohnraum zu vermitteln, damit sich prekäre Lebenssituationen nicht verfestigen können.

Recht auf Wohnen -. Die Diakonie sieht durch die Studie ihre Forderung nach einem Recht auf Wohnen bestätigt und appelliert an die Pflicht der Politik. “Wohnen ist keine Ware, sondern ein Menschenrecht”, sagt Maria Loheide, Vorstand für Sozialpolitik bei der Diakonie. “Wohnungslosigkeit verletzt die Menschenwürde jedes Einzelnen, missachtet individuelle Grundrechte und schadet unserer gesamten Gesellschaft”, ergänzt Jens Rannenberg, Chef der Wohnungslosenhilfe der Diakonie. Wohnungslose sollen so schnell wie möglich wieder in festen Wohnungen untergebracht werden. Für die Übergangszeit gilt es flexible Lösungen zu finden. „Housing First“ heißt das entsprechende Konzept. Denkbar sind sogenannte Tiny Houses, die nicht dem Baurecht unterliegen. Das Housing First Konzept umzusetzen hatte auch die 4. Bundeskonferenz der Straßenkinder (ende September) gefordert.

Quelle: Diakonie Deutschland; Alice Salomon Hochschule Berlin