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Programmheft "Frühling / Sommer 2018"

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Teilhabe behinderter Menschen

Was ist Teilhabe behinderter Menschen?

Menschen mit Behinderungen wollen genauso leben wie nichtbehinderte Menschen auch. Sie möchten mobil sein und ihren Alltag ohne fremde Hilfe meistern können. Und sie haben ein Recht darauf. Denn niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden - so steht es im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Daher ist es eine wesentliche Aufgabe des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, als federführendes Ressort, Chancengleichheit für Menschen mit Behinderung herzustellen und ihnen eine gleichberechtigte berufliche und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Das  Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sowie das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung bilden auf nationaler und internationaler Ebene den Rahmen für diese Politik.

Besondere Schwerpunkte der Arbeit des Ministeriums für Menschen mit Behinderung bilden die Bereiche Ausbildung und Beschäftigung (Unterstützte Beschäftigung, Jobs ohne Barrieren, RehaFutur), Rehabilitation sowie die Herstellung einer umfassend verstandenen Barrierefreiheit. Im Rahmen der eGovernment-Strategie der Bundesregierung zeichnet das BMAS darüber hinaus für die Internetplattform Einfach-Teilhaben.de verantwortlich.

Inklusion heißt...

"Nicht der Mensch bewohnt diesen Planeten, sondern Menschen. Die Mehrzahl ist das Gesetz der Erde." Hannah Arendt

http://www.inklusionspaedagogik.de/content/view/83/1/lang,de/

Abbildung der Schlüsselelemente

Letzte Aktualisierung ( 07. April 2011 )

 

Die Schlüsselelemente inklusiver Pädagogik

Der „Index für Inklusion" ist ein Material zur Selbstevaluation für Schulen, die alle Menschen willkommen heißen wollen. Er bietet eine inhaltliche Systematik mit drei Dimensionen, sechs Bereichen, vielen Indikatoren und ca. 560 Fragen. Es gibt viele mögliche Entwicklungsrichtungen. Wir wählen entsprechend den Bereichen sechs aus, die wir als Schlüsselelemente inklusiver Pädagogik sehen (entsprechend der nebenstehenden Abbildung):

  • Bereich A 1: Gemeinschaft bilden - Gewaltfreie Kommunikation (Marshall B. Rosenberg
  • Bereich A 2: Inklusive Werte verankern - Tragende Werte (Jesper Juul)
  • Bereich B 1: Eine Schule für alle Schüler/innen entwickeln - Demokratische Schulen

(Daniel Greenberg)

  • Bereich B 2: Unterstützung für Vielfalt organisieren - Innerschulische

Unterstützungssysteme (Gordon L. Porter)

  • Bereich C 1: Lernarrangements organisieren - Kooperatives Lernen (Norm & Kathy Green)

Bereich C 2: Ressourcen mobilisieren - Bürgerzentrierte Planung (Marsha Forest, Jack

Pearpoint)

Letzte Aktualisierung ( 10. March 2011 )

 

 

 

 

 

Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen

Logo der Vereinten Nationen

Das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen konkretisiert die allgemeinen Menschenrechte aus der Perspektive der Menschen mit Behinderungen und vor dem Hintergrund ihrer spezifischen Lebenslagen, die im Menschenrechtsschutz systematische Beachtung finden müssen. Damit stellt das Übereinkommen einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Rechte behinderter Menschen weltweit dar. Es würdigt Behinderung als Teil der Vielfalt menschlichen Lebens und überwindet damit das noch in vielen Ländern nicht mehr zeitgemäße Prinzip der Fürsorge. Das Übereinkommen und sein Fakultativprotokoll sind für Deutschland seit 26. März 2009 verbindlich.

Im Frühjahr 2010 wird die Bundesregierung Kontakt mit den Verbänden und anderen Institutionen aufnehmen, die am Prozess der Umsetzung der UN-Behindertenkonvention beteiligt sind. Dieser  Prozess, der in einem Aktionsplan der Bundesregierung münden soll, hat hohe Priorität.

 

Menschenrechtsübereinkommen über die Rechte behinderter Menschen

Logo der Vereinten Nationen

Ziel des Übereinkommens wie des Fakultativprotokolls ist es, den gleichberechtigten Genuss der Menschenrechte und Grundfreiheiten durch Menschen mit Behinderungen zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten. Dem Großteil der weltweit rund 650 Millionen behinderten Menschen wird das Übereinkommen erstmalig einen Zugang zu verbrieften Rechten verschaffen.

Die Vereinten Nationen schätzen, dass nur etwa 40 Staaten, zumeist Industrienationen, eine nationale behindertenpolitische Gesetzgebung haben. Zwei Drittel der etwa 650 Millionen Menschen mit Behinderungen leben in Entwicklungsländern. Im Einzelnen konkretisiert das Übereinkommen z. B. das Recht auf Zugang zu Bildung, das Recht auf Zugang zur Arbeitswelt oder das Recht auf Teilhabe am kulturellen Leben. Dabei wird der abstrakte Teilhabebegriff in den jeweiligen Artikeln auf einzelne Lebensbereiche heruntergebrochen, für die jeweils konkrete Maßnahmen und Ziele zur Umsetzung von Chancengleichheit beschrieben werden.

Zur Überwachung des Übereinkommens wurde bei den Vereinten Nationen ein "Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen" mit Sitz in Genf gebildet, der sich aus einer bestimmten Anzahl von Experten aus den einzelnen Vertragsstaaten zusammensetzt. Die Vertragsstaaten legen dem Ausschuss unter anderem regelmäßig Staatenberichte über den Stand dieser Umsetzung des Übereinkommens vor, die der Ausschuss prüft und zu denen er Stellung nehmen kann. Das Fakultativprotokoll, das Deutschland ebenfalls ratifiziert hat, erweitert die Kompetenzen des Vertragsausschusses um ein Individualbeschwerde- und ein Untersuchungsverfahren.

Nach vierjähriger Verhandlungszeit hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 13. Dezember 2006 das "Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen" sowie das dazugehörige Fakultativprotokoll angenommen. Deutschland hat das Übereinkommen und das Protokoll am 30. März 2007 unterzeichnet. Das Ratifikationsgesetz wurde im Dezember 2008 von Bundestag und Bundesrat verabschiedet und ist am 01. Januar 2009 in Kraft getreten. Am 24. Februar 2009 wurde die Ratifikationsurkunde in New York hinterlegt. Nach Ablauf der 30-Tage-Frist ist das Übereinkommen und das Fakultativprotokoll seit dem 26. März 2009 für Deutschland verbindlich. Zur innerstaatlichen Überwachung des Übereinkommens wurde das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) als unabhängige Stelle nach Artikel 33 Absatz 2 des Übereinkommens benannt. Das DIMR gibt unter anderem Empfehlungen und macht Vorschläge zur Durchführung des Übereinkommens und es berät die Bundesregierung, den Bundestag oder andere Organisationen zu Fragen, die das Übereinkommen betreffen.

Der Paradigmenwechsel, der in der Behindertenpolitik der Bundesrepublik Deutschland insbesondere mit dem 9. Sozialgesetzbuch (SGB IX) und dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) eingeleitet wurde, findet mit dem Übereinkommen seine Entsprechung auf internationaler Ebene. Zugleich wird das Übereinkommen den Paradigmenwechsel auf innerstaatlicher Ebene weiter unterstützen. Dennoch wird das Übereinkommen in Zukunft ein wichtiges Referenzdokument sein, auf dessen Grundlage neue Entwicklungen in der Behindertenpolitik beurteilt werden. Es wird Impulse für die Behindertenpolitik aussenden und gesellschaftliche Diskussionen anstoßen.

 

Persönliches Budget www.bmas.de

Rechtsanspruch ab 1. Januar 2008

Logo: Persönliches Budget

Die Leistungsform des Persönlichen Budgets wurde mit dem Neunten Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX) zum 1. Juli 2001 eingeführt. Dadurch können Leistungsempfänger/-innen von den Rehabilitationsträgern anstelle von Dienst- oder Sachleistungen zur Teilhabe ein Budget wählen. Hieraus bezahlen sie die Aufwendungen, die zur Deckung ihres persönlichen Hilfebedarfs erforderlich sind. Damit werden behinderte Menschen zu Budgetnehmern/Budgetnehmerinnen, die den "Einkauf" der Leistungen eigenverantwortlich, selbständig und selbstbestimmt regeln können; sie werden Käufer, Kunden oder Arbeitgeber. Als Experten in eigener Sache entscheiden sie so selbst, welche Hilfen für sie am besten sind und welcher Dienst und welche Person zu dem von ihnen gewünschten Zeitpunkt eine Leistung erbringen soll.

Diese Wahlfreiheit fördert die Selbstbestimmung behinderter Menschen.

Das Persönliche Budget löst das bisherige Dreieck zwischen Leistungsträger, Leistungsempfänger/-innen und Leistungserbringer auf; Sachleistungen werden durch Geldleistungen oder Gutscheine ersetzt.

Besondere Bedeutung für die Fortentwicklung der Leistungen zur Teilhabe haben trägerübergreifende Persönliche Budgets als Komplexleistungen; Hiervon spricht man, wenn mehrere Leistungsträger unterschiedliche Teilhabe- und Rehabilitationsleistungen in einem Budget erbringen. Seit dem 1. Juli 2004 ist geregelt, dass heute neben allen Leistungen zur Teilhabe auch andere Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen, Leistungen der sozialen Pflegeversicherung, Leistungen der Unfallversicherung bei Pflegebedürftigkeit sowie Pflegeleistungen der Sozialhilfe in trägerübergreifende Persönliche Budgets einbezogen werden können.

Für ein Persönliches Budget müssen Menschen mit Behinderungen einen entsprechenden Antrag beim Leistungsträger stellen. Ab 1. Januar 2008 besteht auf Leistungen in Form des Persönlichen Budgets ein Rechtsanspruch. Das bedeutet, dass dem Wunsch- und Wahlrecht der potentiellen Budgetnehmer/-innen in vollem Umfang entsprochen wird und bei Vorliegen der rechtlichen Voraussetzungen grundsätzlich alle Anträge auf Bewilligung von Persönlichen Budgets zu genehmigen sind.

 

Einfach teilhaben            www.einfach-teilhaben.de

 

Logo des Webportals www.einfach-teilhaben.deDas zentrale Internetportal einfach-teilhaben.de bietet umfassende, barrierefreie Informationen und Services für Menschen mit Behinderungen, deren Angehörige, aber auch Arbeitgeber und Verwaltungen. Manche Inhalte sind bereits in Leichter Sprache und Deutscher Gebärdensprache verfügbar. Diese Angebote werden weiter ausgebaut.

Gemeinsamer Unterricht

Der gemeinsame Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern und Jugendlichen in Deutschland zeichnet sich durch eine große Vielfalt von Organisationsformen und Vorgehensweisen aus. Diese reicht von einer vereinzelten Integration behinderter Schüler in allgemeinen Schulen bis hin zu einem umfassenden Ansatz des gemeinsamen Lernens.

Formen des Gemeinsamen Unterrichts

An einigen Schulen werden Schüler mit Behinderungen vereinzelt integriert, während andere Schule das gemeinsame Lernen zu einem wesentlichen Bestandteil ihres Schulprogramms gemacht haben. Manche Schulen unterrichten junge Menschen mit (fast) jeder Behinderung im gemeinsamen Unterricht, andere Schulen sind auf die Integration von Schüler mit einer besondere Behinderungsart spezialisiert. Zwar sind die meisten Schulen mit einem gemeinsamen Unterrichtsangebot Regelschulen mit ganz überwiegend nicht behinderten Schüler. Es gibt jedoch auch (ehemalige) Förderschulen, die sich für nicht behinderte Schüler geöffnet haben, Außenklassen von Förderschulen an Regelschulen, Kooperationsklassen u.v.m. Gemeinsamer Unterricht findet statt in staatlichen wie privaten Schulen, an Waldorfschulen, Internatsschulen - und in der kleinen Grundschule im Nachbardorf.

Gemeinsamer Unterricht kann zielgleich oder zieldifferent sein: Beim zielgleichen Unterricht sollen alle Schüler/innen einer Klasse das gleiche Lernziel erreichen, ggf. erhalten Schüler mit Behinderungen bei Prüfungen etc. hier Anspruch auf einen Nachteilsausgleich. Im zieldifferenten werden die Lernziele für jeden Schüler individuell festgelegt.

Sonderpädagogische Förderung

Viele Schüler mit Behinderungen benötigen eine besondere, auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmte Förderung. Diese Unterstützung wird im Gemeinsamen Unterricht auf sehr unterschiedliche Art und Weise realisiert. An manchen Schulen sind Sonderpädagogen jederzeit in den Klassen präsent, an anderen Schulen unterstützen sie stundenweise als Schüler mit Förderbedarf. Sonderpädagogen können fester Bestandteil des Kollegiums einer Schule sein oder z. B. von einem Förderzentrum aus verschiedene Schulen regelmäßig besuchen. Schüler mit Behinderung können zur individuellen Förderung auch teilweise getrennt von ihrer Klasse unterrichtet werden.

Integration - Inklusion

Wurde bis vor einigen Jahren jegliche Form des gemeinsamen Lernens als "integrativer" Unterricht bezeichnet, wird in Wissenschaft und Praxis zunehmend nach dem Grad der Einbeziehung der Bedürfnisse der behinderten Schüler in den schulischen Alltag zwischen "Integration" und "Inklusion" unterschieden. Vereinfacht dargestellt bedeutet Inklusion eine verbesserte, optimierte und erweiterte Integration. Eine integrative Schule gliedert ein behindertes Kind in den auf nicht behinderte Kinder ausgerichteten Schulalltag ein während eine inklusive Schule von vorneherein offen ist für alle Kinder (unabhängig von Behinderung, Herkunft usw.).

Beachten sollten Eltern bei der konkreten Bildungsentscheidung für ihr Kind jedoch, dass weder "Integration" noch "Inklusion" geschützte Begriffe sind. Eine Schule kann sich also "nur integrativ" nennen, während sie tatsächlich bereits einen inklusiven Ansatz verfolgt.

Recht auf gemeinsamen Unterricht?

Die Schulgesetze vieler Länder sehen einen Vorrang des gemeinsamen Unterrichts vor einer gesonderten Beschulung vor. Soweit möglich sollen auch junge Menschen mit Behinderungen eine Regelschule besuchen.  Einen unbedingten Rechtsanspruch auf gemeinsamen Unterricht gibt es derzeit (noch) in keinem Bundesland.

Auch das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, das von Deutschland Anfang 2009 ratifiziert wurde, sieht in Artikel 24 das gemeinsame Lernen als Regelfall vor. Einen individuellen Rechtsanspruch für behinderte Kinder und deren Eltern enthält das Übereinkommen jedoch ebenfalls nicht.

 

Initiative »Jobs ohne Barrieren« im Überblick

http://www.bmas.de/portal/22160/uebersichtsseite__JOB.html

Logo der Initiative »job - Jobs ohne Barrieren«

 

Zusammen mit seinen Partnern - Arbeitgebern, Gewerkschaften, Behindertenverbänden und -organisationen, der Bundesagentur für Arbeit, den Integrationsämtern, Rehabilitationsträgern sowie Rehabilitationsdiensten und -einrichtungen, dem Beirat für die Teilhabe behinderter Menschen und weiteren Organisationen - führt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales seit Mitte 2004 die Initiative »job - Jobs ohne Barrieren« durch.

Mit der Initiative soll erreicht werden, dass behinderte und schwerbehinderte Menschen die Chance auf Teilhabe am Arbeitsleben besser realisieren können und durch die Einführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagement, die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und damit Arbeitsplätze dauerhaft erhalten werden.

Programm »Job4000«  http://www.bmas.de/portal/10744/programm__job4000.html

Logo: Job 4000

Aufgrund der bisherigen Erfahrungen aus den Projekten und Aktivitäten der Initiative »job - Jobs ohne Barrieren« wurde das Programm »Job4000« ins Leben gerufen, das am 1. Januar 2007 startete und Bestandteil der Initiative ist. Mit dem Programm soll die berufliche Integration schwerbehinderter Menschen gezielt vorangetrieben werden.

Zugleich wird mit dem Programm die Ankündigung der Bundesregierung im Koalitionsvertrag vom 11. November 2005 umgesetzt, wonach die berufliche Integration von Menschen mit Behinderung intensiviert und mehr Arbeitsmöglichkeiten außerhalb von Werkstätten für behinderte Menschen geschaffen werden sollen. Darüber hinaus soll die Bundesagentur für Arbeit bei der Durchführung ihrer gesetzlichen Aufgaben im Rahmen der beruflichen Integration von Menschen mit Behinderung unterstützt werden.

Das Programm »Job4000« verfolgt drei Zielsetzungen:

  1. Schaffung neuer Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen
    Es sollen mindestens 1.000 neue Arbeitsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für besonders betroffene schwerbehinderte Menschen im Sinne von § 72 Abs. 1 Nr. 1 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch (SGB IX) geschaffen werden.

    Arbeitgeber, die neue Arbeitsplätze für besonders betroffene schwerbehinderte Menschen schaffen, erhalten eine arbeitsplatzbezogene Förderung über die Dauer von bis zu fünf Jahren. Je Arbeitsplatz werden höchstens 36.000 Euro gezahlt. Art und Höhe der Förderung werden einzelfallbezogen festgelegt.
    Mit der Förderung soll erreicht werden, dass ein geförderter Arbeitsplatz auch nach Ablauf der Förderung dauerhaft bestehen bleibt und die Zahl der beschäftigten schwerbehinderten Menschen in dem Betrieb durch den geförderten Arbeitsplatz steigt.
  2. Schaffung neuer Ausbildungsplätze für schwerbehinderte Jugendliche
    Für schwerbehinderte Jugendliche werden mindestens 500 neue betriebliche Ausbildungsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt geschaffen.
    Arbeitgeber, die neue betriebliche Ausbildungsplätze für schwerbehinderte Menschen schaffen, erhalten pro Ausbildungsplatz eine Prämie in Höhe von bis zu 3.000 - zu Beginn der Ausbildung und bis zu 5.000 - nach Abschluss der Ausbildung und gleichzeitiger Übernahme in ein unbefristetes sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis.

    Bei Übernahme in ein befristetes sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis werden bis zu 2.500 Euro gezahlt. Mit der Förderung soll erreicht werden, dass die Übernahme in ein dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis erfolgt und die Gesamtzahl der Auszubildenden in dem Betrieb durch den geförderten Platz steigt. Eine Prämie wird gezahlt, wenn die wöchentliche Arbeitszeit im Jahresdurchschnitt mindestens 15 Stunden beträgt.
  3. Unterstützung schwerbehinderter Menschen durch Integrationsfachdienste
    Mindestens 2.500 schwerbehinderte Menschen im Sinne des § 109 Abs. 2 SGB IX, insbesondere schwerbehinderte Schulabgänger, sollen mit Hilfe der Integrationsfachdienste in den allgemeinen Arbeitsmarkt integriert werden (Ausbildung und Beschäftigung).

    Die Integrationsfachdienste erhalten bis zu 250 Euro monatlich für jeden Unterstützungsfall für eine Dauer von bis zu 18 Monaten. Mit der Förderung soll eine dauerhafte berufliche Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt erreicht werden.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales stellt Mittel in Höhe von rund 30 Mio. Euro aus dem Ausgleichsfonds zur Verfügung. Die Länder stellen zusätzlich rund 20 Mio. Euro bereit. Die Bundesagentur für Arbeit wird das Programm durch ihre Fördermöglichkeiten nach dem SGB III zielgerichtet und wirkungsorientiert unterstützen.

Die Länder führen das Programm »Job4000« verantwortlich durch. Ansprechpartner für Arbeitgeber sind die Integrationsämter.

Mit der wissenschaftlichen Begleitung und Gesamtbetreuung des Programms »Job4000« wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) die Fachberatung für Arbeits- und Firmenprojekte gGmbH (FAF) gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW) sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung (BAG UB) beauftragt.